No Pants Today

Navigation Schließen

Page 2 of 8

Thankful Thursday (Friday) 3/19

Freitag Mittag. Mein Baby macht Mittagsschlaf und mein großer Leo spielt mit Oma Duplo. Ich sitze auf dem Sofa und habe ein bisschen Zeit.

Zeit zu schreiben. Zeit zu reflektieren. Zeit in der Heimat.

Bin ich heute eigentlich dankbar?

Eigentlich müsste ich gerade in einem Seminar an der Uni sitzen und mich mit den Abgründen der Sozialpsychologie beschäftigen.

Wir sind nach Hamburg gefahren, meine Mama hat Urlaub genommen um auf die Kinder aufzupassen, ich habe meine Praktikumsstunden vorgearbeitet.

Alles war perfekt vorbereitet und trotzdem sitze ich auf dem Sofa und nicht im Seminar.

So ist das eben mit Kindern.

Und das ist ok. Das muss ok sein.

Denn sie sind nur einmal so klein –
und Seminare kann man nachholen.

Also bin ich dankbar. Für die ungeplante Zeit zusammen. Heimatluft.

Dankbarkeit. Eine Entscheidung.

Dafür, dass bestimmt bald alles leichter wird.

#studierenmitkindern.

Immer ein Abenteuer und ein (manchmal zu großer) Spagat.

Dankbar für alles, was schon geschafft ist.

Für jeden Haken auf der To-do-Liste.

Für Verständnis.

Für ein Sonntags-Mini-Date mit meinem kleinen Sohn. Pommes und Züge schauen.

Für alle, die meine Kinder lieben und sich Zeit für sie nehmen.

Für Besuch von tollen Menschen. Und selbstgemachte Waffeln.

Für eine entspannte Zugfahrt (mit nur 13 Minuten Verspätung) und eine inspirierende Begegnung mit einer tollen Autorin.

Es war eine gute Woche.

(Und am allerglücklichsten macht mich unser neustes Gangmitglied, unser zuckersüßes Paten-Baby, das unser Herz im Sturm erobert hat.  )

Thankful Thursday 2/19

Heute am Freitag Abend. Hier ist viel los. Und irgendwie auch nichts. Alltag ist wieder eingekehrt. Januar. Viele Wege, Besorgungen, viel undefiniertes.

Dafür bin ich dankbar. Eine Woche ohne große Ereignisse. Ohne Dramen und Katastrophen. Ganz leise und seicht plätschert das Leben dahin. Einfach und durchschnittlich. So war die letze Woche- und das ist ok.

Dankbar bin ich – für gesunde Kinder.

Für beste Freunde, die 150 Meter entfernt wohnen.

Für Cecilias plötzlichen Entdeckerdrang, dank dem ich ab und zu mal wieder fünf Minuten die Hände frei habe. Daran war die letzen Monate nicht zu denken. 🙌🏻🙌🏻🙌🏻

Für Treffen mit Freunden. Herzensmenschen.
Zoodates.

Eine überlebte Magenspiegelung.

Essen.

Waschmaschinen. Wunder der modernen Technik.

Dafür, das man jeden Tag wächst und lernt. Wir müssen nicht so bleiben, wie wir sind.

Oh, und so dankbar für den blauen Himmel und die wunderbare Wintersonne.

Alles ist irgendwie schöner, wenn die Sonne scheint.

 

 

Thankful Thursday. 1/2019

Gratitude for the seemingly insignificant—a seed—this plants the giant miracle. Ann Voskamp

Dankbarkeit ändert alles. Deshalb ist der Dankbarkeits-Donnerstag wieder zum Leben erwacht. Ich hoffe, ich werde ihm in Zukunft gerechter.

Diese Woche bin ich dankbar,
…. für Kinder die endlich wieder gesund sind. Oder dass es Ihnen zumindest besser geht.
… Für medizinische Versorgung.
… Für Kaffee.
… Verständnisvolle Chefs.
… die ersten Tulpen dieses Jahr.
… Sushi und Qualitszeit mit meiner Freundin.
… ein mega Abschlussarbeits-Thema.
… unerwartet viel Zeit als Familie.
… für Mut und Perspektive.

Dankbar bin ich auch, das überall grad der Mari Kondo Wahn ausgebrochen ist- und ich voll motiviert bin weiter auszumisten. 😉
… Dankbar bin ich am allermeisten für Cecilias erstes Lächeln nach fast einer Woche Dauerweinen.
… und für unseren neuen Teppich, auf dem wir jeden Tag lang stundenlang Duplo spielen und Kaffee trinken…
… oh, und für sieben Jahre mit meinem Mann. Es gibt niemand anderen mit dem ich dieses chaotische, verrückte Leben lieber teilen würde. #gnade

Und noch viel, viel mehr.

Wofür seid Ihr diese Woche dankbar?

Hallo, mein Name ist Sarah…

… und ich bin ein Shopaholic. 

So oder so ähnlich würde meine Vorstellung lauten, wenn ich je in einer Selbsthilfegruppe landen sollte. Ich habe eigentlich keine Laster, ich rauche nicht, trinke seit über drei Jahren keinen Alkohol (Danke, Kinder). Ich mag nicht mal Süßigkeiten. Aber wenn ich ehrlich bin, habe ich da ein kleines mittelgroßes Problem.

Ich kaufe Dinge. Schon immer. Egal ob im Supermarkt, im Diskounter, Online, Offline. Ich finde immer etwas. Sogar im 1-Euro-Shop. Ob ich es nun brauche oder eben nicht. Nagellack, Schuhe, Servietten. In den letzten Jahren hab ich so oft versucht, das in den Griff zu bekommen. Mein Neujahrsvorsatz lautet regelmäßig: „Besser mit Geld umgehen. Weniger Konsum.“

Aber geändert hat sich bisher nichts.

Trost, Belohnung, Langeweile. Die Gründe sind ebenso zahlreich wie die Tüten die ich regelmäßig mit mir rumschleppe.

„Die Prüfungszeit ist so anstrengend, ich schau mal eben auf dem Rückweg von der Kita im Brühl vorbei.“

„Oh, ich hab Statistik bestanden, natürlich muss ich mich belohnen.“

„Der Tag war so furchtbar.“

Von SALE und Blackfriday will ich lieber gar nicht erst anfangen.

 

weiterlesen

Enjoy the wait..

(Ich musste meinen Laptop eben buchstäblich von einer dicken Schicht Staub befreien. Es war so viel los in den letzten Wochen, und irgendwie auch nichts. Ich habe mich selbst blockiert und ausgebremst. Aber es geht wieder weiter. Jetzt und hier. Der Text ist schon etwas älter, aber er passt immer noch. Meine Note habe ich inzwischen, jetzt warte ich auf das Thema meiner Abschlussarbeit und dann bald auf Antworten wie es nach meinem Abschluss weitergeht. Auf irgendwas wartet man ja eigentlich immer.)

Ein paar Gedanken zum Warten.

Zur Zeit fühlt es sich so an, als sei ich in einer endlosen Warteschleife gefangen.

Ich warte auf Prüfungsergebnisse, Geld, Briefe, Bestellungen und noch einiges mehr.

Vor allem warte ich auf meine Statistiknote.

In den letzten Wochen habe ich häufiger F5 gedrückt, als mein Baby und das sagt eigentlich schon alles.

Das Warten lähmt und bremst mich regelrecht aus. Eine Blockade in allen Bereichen.

Anstatt die Tage und die Zeit zu genießen, versuche ich verzweifelt den nächsten Schritt zu erzwingen. Die Gedanken drehen sich im Kreis. Nichts geht vor, und nichts zurück.

An diesem Prüfungsergebnis hängt zwar viel, aber es definiert weder wer ich bin noch meine Zukunft. Es ist relevant, aber nicht lebensentscheidend.

Und irgendwann in den letzten Tagen, hörte ich eine Stimme die sagt „Enjoy the wait“.

Warten und genießen? Das passt doch nicht zusammen.

Oder vielleicht doch?

 

Das Ergebnis wird schon kommen. Und dann geht der Stress erst richtig los, weil dann meine Abschlussarbeit beginnt oder ich eben noch mal Testkonstruktion belegen muss.

Wie oft legen wir Menschen unseren Fokus auf die eine Sache die wir (noch) nicht haben?

Stets und ständig.

Wir warten auf Zusagen, SMS, Antworten.

Beförderungen.

Heiratsanträge.

So oft stehen wir mit dem einem Bein und unserem Kopf bereits in der Zukunft und verpassen dabei völlig das Hier und Jetzt.

Wir wollen den Film vor-spulen, ins nächste Level katapultiert werden und möglichst nicht zu lange warten.

Wie oft sehnen wir uns nach dem nächsten Kapitel und übersehen dabei die Verantwortung und den Verlust von Freiheiten, die der nächste Schritt vielleicht mit sich bringt?

Manchmal sehnt man sich sogar zurück in die Zeit des Wartens.

Ich will mich selbst ermahnen. Zur Ruhe. Schluss mit der Rastlosigkeit.

Das Unbekannte auszuhalten. Vertrauen zu haben. Warten ist etwas, was meiner Generation nicht leicht fällt. Wir drücken auf Knöpfe, und die Dinge funktionieren. Wir googeln und kriegen Antworten. Aber Stille auszuhalten, unbeantwortete Fragen sind fast unerträglich.

Dabei liegt in dem Warten liegen so viele Möglichkeiten.

Zu wachsen. Zu lernen.

Und das Gute ist: auch das längste Warten geht irgendwann vorbei.

Also Schluss mit F5. Hinaus zurück ins wahre Leben.

 

(Bilder via Morgan Harper Nichols. Ich liebe ihre Gedichte und Art ihren Glauben ganz künstlerisch Auszudrücken.)