No Pants Today

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Student des Monats – Nina

Heute hab ich die große Ehre Euch eine ganz, ganz tolle Frau vorzustellen. Nina. Ich habe sie über Instagram kennengelernt und finde sie bezaubernd. Sie ist Medizin-Studentin, zweifach-Mama, jobt und inspiriert mich ohne Ende. Danke Nina, für Deine Zeit und Mühe. <3

(Ihr könnt ihrem Weg auf Instagram @gedankenpotpourri verfolgen.)

Liebe Nina. Erzähl kurz ein bisschen was über Dich. Was sind die außergewöhnlichen Lebensumstände unter denen Du studierst?

Liebe Sarah, ich freue mich sehr, dir (und deinen Lesern) hiermit ein wenig Rede und Antwort zu stehen. Vielleicht direkt zu Anfang der Hinweis: Wer weitergehende Fragen an mich hat, darf mich gerne kontaktieren. Ich freue mich immer, wenn unser ungewöhnlicher Weg Menschen dazu verleitet, selbst über möglicherweise für sie passende, ungewöhnliche Wege nachzudenken.

Was ist also so ungewöhnlich an unserem Studentendasein?

  • Ich begann mein Medizinstudium im „hohen“ Alter von 32 Jahren (Details zu meinem vorherigen beruflichen Weg könnt ihr gleich lesen).
  • Aktuell bin ich 36 Jahre alt und im 9. Semester.
  • Wir haben zwei Kinder im Alter von 9 und 11 Jahren.
  • Mein Mann (Björn) hat im letzten Jahr einen ähnlichen beruflichen Haken geschlagen.
  • Er studiert nun mit 39 Jahren Zahnmedizin im 2. Semester.
  • Um unser Familieneinkommen zu gewährleisten, arbeitet Björn 20h pro Woche weiterhin in seinem „ersten Beruf“.
  • Ich habe einen Minijob in der Pflege.
  • Finanziell war und ist das eine große Herausforderung, aber es funktioniert besser als wir befürchtet hatten.

Was studierst Du und was hast Du vorher gemacht?

Ich studiere Medizin im 9. Semester.

Nach meinem Abi (im Jahr 2001) habe ich zunächst eine duale Ausbildung bei der Siemens AG absolviert. Dort habe ich eine Ausbildung zur Industriekauffrau gemacht und zeitglich studiert (B.A. International Management). Im Anschluss habe ich für etwa 7 Jahre bei Siemens im kaufmännischen Bereich gearbeitet. Nachdem unsere erste Tochter geboren wurde kam ich ins Grübeln. Der Beruf war zwar spannend, machte mich aber nicht tiefgehend zufrieden. Nach langen, langen Überlegungen, vielen passenden und weniger passenden Ideen habe ich mich für eine Vollzeit Ausbildung zur Heilpraktikerin entschieden. So kündigte ich meinen Job bei Siemens und begann die HP-Ausbildung im Jahr 2012. Nach 2 Jahren legte ich dann meine Prüfung ab. Die Ausbildung hat mir super viel Freude bereitet, zugleich aber auch ein großes Feuer für die Medizin entfacht. Ich wollte mehr wissen, mehr verknüpfen können und eine bessere Ausbildung haben, die mir mehr Einfluss im medizinischen Bereich ermöglicht, um wirklich umfassend und ganzheitlich für meine Patienten da sein zu können.

Ich musste es probieren, wenngleich die Zweifel enorm groß waren. Ich bewarb mich an der Uni um einen Studienplatz für Medizin. Und ja, was soll ich sagen… Hat wohl funktioniert 😉

Was ist Deine beste Lernstrategie?

Uh. DIESE eine Lernstrategie gibt es nicht. Es sind eher kleine Bausteine, die ich beherzige und bei Bedarf nutze.

Für mich persönlich haben sich folgende Herangehensweisen herauskristallisiert:

  • Zeitig aufstehen und die erste Lernsitzung (ca. 1,5 Stunden) noch vor dem Frühstück starten.
  • Wenn der Kopf eine Pause braucht – Pause machen und sich nicht vom „schlechten“ Gewissen einreden lassen, dass man doch eigentlich noch was machen müsste. Man kann eben nicht immer produktiv sein. Und sich das vor Augen zu halten, entspannt mich.
  • Kleinschrittig denken und mich nicht vom Querlesen durch Fachbücher entmutigen lassen.
  • Ich erstelle meine eigenen Skripte, mit vielen Bildern. Kurz vor der Prüfung schaue ich dann in kein Buch mehr sondern nur noch in meine eigenen Unterlagen.
  • Komplexe Themen erkläre ich mir, wie in einer Art Vorlesung, selbst. Dabei nehme mich auf Video auf. Das war am Anfang zwar etwas befremdlich aber man gewöhnt sich schnell daran. Für mich persönlich ist das immer super hilfreich.
  • Den Überblick über das gesamte Studium behalten. Wann kommt was? Wann muss ich welche Prüfung schreiben? Kann ich evtl etwas vorziehen und zurückstellen, um meinen persönlichen Studienweg an die Lebensumstände anzupassen?

Wie gehst Du mit Rückschlägen und Schwierigkeiten um? Wie motivierst Du dich immer wieder neu?

Solange ich immer vor Augen habe, WARUM ich angefangen habe zu studieren, lassen sich auch dunkle Zeiten voller Zweifel gut überstehen.

Für mich ist klar – ich möchte der Fels in der Brandung für meine Patienten sein. Ich möchte sie begleiten, aufbauen und bestmöglich medizinisch betreuen. Dafür brauche ich Wissen. Viel Wissen. Das geht eben nur, wenn ich lerne und Hürde nehme, die manchmal unüberwindbar erscheinen. Zum Thema „unüberwindbare Hürden“ noch – mir hilft es zwar, dass große Ganze vor Augen zu haben, zugleich wirkt das Ziel dadurch aber unerreichbar weit weg. Deshalb besinne ich mich immer wieder auf die kleinen Schritte. Denke von Vorlesung zu Vorlesung. Von Prüfung zu Prüfung. Von Semester zu Semester. Kleine Schritte sind viel machbarer als sich ständig vom „Big Picture“ erschlagen zu lassen.  

Welche drei Sachen würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen?

Herz. Seele. Verstand. Gilt das?

Wurdest Du schon mal belächelt/ kritisiert weil Du noch mal studierst und schon „älter“ bist? Falls Ja: Wie hast Du reagiert?

Um ehrlich zu sein, hat das niemand bisher offensichtlich gezeigt oder geäußert. Ich habe eher gegenteilige Erfahrungen gemacht. Es gibt viele Menschen, die mir sagen, dass sie das ziemlich toll und inspirierend finden, dass ich nicht auf festgefahrenen, und für mich langweiligen, Wegen verweile.

Ich muss mich da viel öfter von meinen eigenen Zweifeln frei machen, die mir manchmal einreden wollen, dass ich doch zu alt bin, um nochmal neu zu starten.

Wie sieht ein typischer Tag im Deinem Alltag aus? Wann lernst Du? Typ Eule oder Lerche?

Einen richtig typischen Alltag gibt es vermutlich kaum bei uns. Routine ist eher ein Fremdwort. Mein Studium ist modular aufgebaut. Vorlesungsphasen, Praxisphasen im Krankenhaus und natürlich Prüfungsphasen.

In Vorlesungsphasen schauen wir zum Semesterstart, wie die Vorlesungen liegen und welche ich besuchen möchte (oder muss). Dann setzen wir uns als Familie zusammen und stimmen die Betreuung der Kinder, die Vorbereiten des Mittagessens etc. ab.

In Praxisphasen wird’s besonders anstrengend. Da muss ich 4 Tage pro Woche Vollzeit in der Klinik sein und dazu oft noch recht weit pendeln. Donnerstags habe ich dann immer Zeit zum Lernen. Oder zum Putzen und Wäsche machen… 😉 Allerdings dauern diese Phasen höchstens 6 Wochen. Das ist durchzuhalten.

Dann wären da noch die Prüfungsphasen – die Achterbahnfahrt eines jeden Studenten. Man startet voller Energie und Freude und endet irgendwo tränenüberströmt im tiefsten Selbstzweifel. Mittlerweile kann ich mit diesen Phasen recht entspannt umgehen. Meine Liebsten zum Glück auch! Nach so vielen Jahren des Lernens, weiß ich einfach zu gut, dass dieses Muster sich immer und immer wieder wiederholt. Da kann ich gar nichts dran ändern. Ich kann diese Zeit aber mit dem Gefühl durchlaufen, dass bisher dennoch immer alles gut gegangen ist. Du weißt schon: nach dem Winter kommt der Frühling. Nach dem Regen die Sonne. Wird schon! Atmen und weitermachen.

Wie geht Deine Familie mit Deinem Studium um? Was sagen Deine Kinder dazu? Wie organisierst Du Dich? 

Meine Familie unterstützt mich/ uns voll und ganz. Meine Eltern sind uns eine große Hilfe im Alltag. Sie betreuen an einigen Tagen der Woche die Kinder und helfen uns oft mit dem Kochen.

Grundsätzlich finde es super hilfreich Lernende zu sein. Damit kann ich unsere Kinder sehr verständnisvoll und mit hilfreichen Lernstrategien durch die Schulzeit begleiten. Natürlich ist es für Kinder oft schöner, einen routinierteren Ablauf zu haben als es bei uns gerade möglich ist. Und natürlich finden die Kinder oft, dass wir „zu viel Lernen“ müssen. Aber gut. Alles hat seine Vor- und Nachteile 😉 Am Ende des Tages kann man es vermutlich herunterbrechen auf: „Glückliche Eltern = Glückliche Kinder“.

Ich habe mal meine Tochter gefragt wie sie es so mit uns als studierenden Eltern findet:

„Also ich finde es nicht schlimm das Mama und Papa studieren. Denn ich kenne Mama gar nicht anders. Bei Papa war es die ersten Wochen ungewohnt, aber ich habe mich schon dran gewöhnt. Manchmal ich es nicht so schön, denn sie lernen fast denn ganzen Tag. Aber ich finde sie sind immer noch genug für uns da. Ich liebe sie einfach!!!“

Auch für mich ist es immer wieder spannend, meine Kinder auf diese Frage antworten zu lassen. Und für den letzten Satz habe ich sie nicht bestochen. Echt nicht!


Ohne welches „Hilfsmittel“ / Studienmaterial könntest Du nicht leben?

Ich könnte definitiv nicht ohne meinen Laptop studieren. Ohne Drucker auch nicht. Vor allem aber ohne meinen (Papier)-Kalender nicht.

Ich bin ein Hybrid. Auf der einen Seite muss ich mir meine Skripte digital anfertigen und auf der anderen Seite brauche ich sie immer noch in Papierform. Wenngleich mein Ökoherz das nicht lustig findet. Denn im Laufe der Jahre entstehen da schon verdammte Papierberge.

Was treibt Dich an? Was wäre Dein Traumjob nach der Uni?

Ich möchte die Kinderärztin werden, auf die die Kinder und ihre Eltern sich freuen. Die Kinderärztin, der sie vertrauen können. Bei der sie sich fallen lassen können. Die ihnen aber auch die Werkzeuge an die Hand gibt, um selbstständig mit allen schwierigen (medizinischen und zum Teil auch unmedizinischen) Herausforderungen umgehen zu können.

Das ist Nina. Sie wird eine tolle Ärztin. Tausend Dank, dass Du Dich für ein Interview zur Verfüng gestellt hast.


Als Tourist in der Heimat 1.

Hello again. Irgendwie wird meine gesamte „Freizeit“ zur Zeit von einem großen, schwarzen Loch namens Uni verschluckt. Genauer gesagt: Dem Bachelor-Arbeits-Loch. Da Zeit ohnehin schon meine knappste Ressource ist, komm ich leider gerade kaum zum schreiben. Dabei habe ich so viel im Kopf- und auf dem Herzen. An diesem Blogpost schreibe ich gedanklich schon mindestens andertalb Jahre, was auch erklärt, warum auf manchen Bildern Winter ist.

November 2017. So lange hat es gedauert.

Eingentlich müsste ich in diesem Moment den Haushalt „schmeißen“ (woher kommt eigentlich diese wunderbare Redensart? Weiß das jemand? Davon, dass es so unordentlich ist, das man seinen gesamten Besitz am liebsten aus dem Fenster werfen würde?? So geht es mir nämlich in diesem Moment.), oder Studien übersetzen, oder mit Cecilia spielen,… Aber gestern ist wieder passiert, was mindestens einmal alle paar Wochen passiert. Jemand (meine Schwiegermutti) fragte mich, was man in Hamburg unbedingt machen sollte. Als Tourist. Ja, gute Frage, denke ich mir da jedes Mal. Immerhin lebe ich schon fast zwölf Jahre nicht mehr im Norden, und wenn wir mal ganz ehrlich sind – liegt mein geliebter Heimathafen Neu Wulmstorf gar nicht mal so nah am echten Hamburger Hafen und sogar in NIEDERSACHSEN.

Hamburg klingt aber wesentlich cooler als Neu Wulmstorf, oder?

Wenn die Leute hören, dass ich aus Hamburg komme, kriegen sie oft glänzende Augen. Hamburg. Es gibt wenige Orte, die so sehr mit Freiheit und Abenteuer asssoziert werden, wie die angeblich schönste Stadt der Welt. Es gibt zahlreiche Schlager, Gedichte und Reportagen über sie. Ich kenne niemanden, der mal in Hamburg war, und es blöd fand. Hamburg ist einfach cool.

Touri-Muss. Die Rickmer Rickmers.

Aber irgendwie ist da diese Sehnsucht in mir.

Ich will Dich kennenlernen Hamburg.

Und zwar so richtig.

Deshalb habe ich 2017 das Projekt als „Tourist in der Heimat“ gestartet. Jedes mal, wenn ich länger als zwei Tage nach Hamburg fahre „muss“ ich etwas touristisches unternehemen. Dann kann ich nämlich endlich richtig gute Hamburg-Tipps geben. Bisher bin ich mit der Fähre von Finkenwerder zu den Landungsbrücken gefahren (Tipp Nummer 1: Die Fähre gehört zu den öffentlichen Verkehrsmitteln und kann mit einem HVV-Ticket genutzt werden. Viel günstiger als eine Hafenrundfahrt :)), war zumindestens bei einem halben Musical (Mary Poppins) #dankecece, bin durchs Karolienviertel und über die Reeperbahn gelaufen (letzteres ist bei Tageslicht ein eher trostloser Ort), war im Miniatur Wunderland und im schönsten Park- Planten und Bloom.

Unbedingt möchte ich noch ins Elbgold, auf die Schanze, zum Isemarkt, in den Stadtpark, zu einem St. Pauli-Spiel ans Millerntor, durch Blankenese schlendern und am Elbstrand auf die Schiffe gucken. Habt Ihr einen Lieblinsgort in Hamburg? Wo muss man definitiv hin? Verratet es mir.

Im Karo-Viertel.
Auf St. Pauli.

Lieblingsplatz.

Bei jedem Wetter.
Ich mag sie. Die Elphie.

Verratet mir Euren Lieblingsplatz- ich schaue ihn mir ganz gewiss an.

Wort zum Sonntag.

Wort zum Sonntag. Eine neue Rubrik auf dem Blog.

Ratschläge und mutmachende Worte in komplizierten Lebenslagen.

Heute: Meine Freundin ist nicht glücklich mit ihrer Arbeit und kämpft immer wieder mit ihrem Wunsch noch mal zu studieren. Ich wollte ihr so viel sagen, und wir sehen uns immer nur zehn Minuten in der Straßenbahn. Deshalb hab ich ihr einen Brief geschrieben. (Und allen da draußen gleich mit, die sich in einer ähnlichen Lage befinden.)

Liebe Freundin,

Du bist mir wichtig. Deshalb möchte ich dir heute schreiben.

Und stellvertretend allen, denen es so geht wie Dir.

Denn eines ist gewiss, Du bist nicht alleine mit Deinen Gedanken und Sorgen.

Mit Deinen Träumen und Wünschen.

Du stehst für eine Vielzahl von Menschen, die einen Traum haben.

Sie wünschen sich etwas aus tiefstem Herzen.

Aber sie gehen keine Schritte in die Richtung des Zieles.

Vielleicht haben sie Angst haben vor den Konsequenzen?

Vielleicht weil sie es sich nicht zutrauen?

Vielleicht scheint auch der Berg zu groß, die Hürde zu hoch.

Es war ein sonniger Juli-Tag vor drei Jahren. Wir haben zusammen im Leipziger Rosenthal gesessen und gepicknickt. Eine gemeinsame Freundin hatte dich mitgebracht. Schon bei unserem ersten Treffen hast Du mir von Deinem großen Traum erzählt. Du trägst ihn quasi immer mit Dir rum. In Deinem Herzen- und auf Deiner Zunge.

Du möchtest noch mal studieren. Aus dem Job aussteigen und etwas ganz anderes machen.

Theologie studieren.

Aber wie?

Wie sollst Du für Deinen Lebensunterhalt aufkommen? Solltest Du wirklich die sichere Arbeitsstelle riskieren und noch mal von vorne Anfangen?

Zurück auf null?

Ich sage ganz klar- Ja! Mach es einfach.

Du hast schon so viel gegrübelt, Dir den Kopf zerbrochen.

Du hast Dir die Umstände schön geredet.

Du hast versucht, Dich mit dem zufrieden zu geben, was Du hast.

Sicherheit, eine Festanstellung und ein geregeltes Einkommen.

Was Dir fehlt sind Abenteuer, Veränderung und ein Neuanfang.

Du brauchst einen Mutausbruch!

Ich glaube, es ist kein Zufall, dass ich bei meiner letzten Zugfahrt nach Hamburg Katharina Katz kennengelernt habe. Sie ist Autorin, und macht mit ihrem Buch „Einfach machen“ Frauen Mut sich in die Selbstständigkeit zu wagen. Seitdem spuken mir ihre Worte ständig im Kopf herum.

„Einfach machen“. Fahrten im ICE- Kleinkindabteil können überraschenderweise ganz schön inspirierend sein.

Aber wo anfangen beim der „Operation Traumverwirklichung“?

Alles Liebe, Deine Sarah

  1. Recherche, Recherche, Recherche Das Internet ist voller Geschichten von Menschen, die einfach mal gemacht haben. Ich habe zum Beispiel auf Instagram mit Spannung die Gesichte von Nina und ihrem Mann Björn verfolgt, die jetzt beide noch mal Human-, bzw. Zahnmedizin studieren. Ihr Ringen und die Entscheidungsfindung haben sie total offen und ehrlich auf Instagram geteilt. Sehr inspirierend. Ihr findet sie bei Instagram als „gedankenpotpourri“.
  2. Find a mentor. Du bist nicht die erste und auch nicht die letzte Person, die vor so einem Richtungswechsel steht. Such dir einen Vorreiter und profitiere von seinem Erfahrungsschatz. Frag ihm Löcher in den Bauch.
  3. Gib nicht auf. Sicher wird es nicht ganz leicht, so einen radikalen Schritt zu gehen. Umgib dich unbedingt mit Menschen, die an Deine Vision glauben und Dich nach vorne schubsen.
  4. Du hast was Du brauchst. Du hast die Intelligenz, die Wärme und Empathie um eine wunderbare Theologin zu sein. Lebenserfahrung ist ein unterschätztes Gut, von dem Deine zukünftigen Kommilitonen und Gemeindemitglieder profitieren können.
  5. Mach es einfach. Bewirb dich zu mindestens. Die Bewerbungsfrist endet am 15.3 ;).

Happy Valentistag und die besten Beziehungstipps, die wir je bekommen haben

 

Alles Liebe zum Valentinstag. Die Liebe ist in diesen Tagen omnipräsent. In den sozialen Medien übertrifft man sich mit der Größe der Rosen-Bouquets.

Alle sind super verliebt und posten kitschige Liebesbeteuerungen.

Was aber, wenn die eigene Beziehung grad zerfällt?

Wenn man niemanden hat, der einem eine Rose schenkt?

Wenn man zwar zusammen ist, sich aber nichts mehr zu sagen hat?

Wenn man sich fragt, wie lange man so noch weiter machen kann?

Eines ist ganz klar, Beziehungen sind so ziemlich das komplizierteste auf dieser großen, weiten Welt.

Mir als Scheidungskind (und sogar Doppel-Scheidungs-Enkelkind) ist das ganz besonders bewusst, aber trotzdem glaube ich an die Liebe. An Beziehungen. An die Ehe.

Weil ich an die Liebe in Person glaube, und dass er uns Menschen geschaffen hat.

Für Beziehung und Gemeinschaft. Zu ihm und zu einander.

Liebe ist geduldig und freundlich. Sie ist nicht verbissen, sie prahlt nicht und schaut nicht auf andere herab. Liebe verletzt nicht den Anstand und sucht nicht den eigenen Vorteil, sie lässt sich nicht reizen und ist nicht nachtragend. Sie freut sich nicht am Unrecht, sondern freut sich, wenn die Wahrheit siegt. Liebe nimmt alles auf sich, sie verliert nie den Glauben oder die Hoffnung und hält durch bis zum Ende. Die Liebe wird niemals vergehen.

Und deshalb feiere ich auch den Valentinstag, genauso wie ich Ostern, Weihnachten und den 3. Oktober feiere.


Ich wollte schon ewig! einen Blogpost schreiben, mit den besten Beziehungstipps die wir je bekommen haben. Ursprünglich mal zum 5. Hochzeitstag im Oktober, aber irgendwie kam da immer was Cecilia dazwischen.

(Funfakt: Ich hab noch mindestens 15 angefangene Blogartikel in der Pipeline, nur die Zeit reicht irgendwie nie für alle Aufgaben und Projekte.)

Hier also ein paar Weisheiten. Manches kommt von Richards Großeltern, von älteren Paaren, aus Gesprächen mit Freunden oder aus Büchern.

 

 

  1. Dankbarkeit: Dankbarkeit ist alles. Wie oft vergessen wir, wie gut es uns eigentlich geht? Wir sind undankbar, meckern und vergessen, was uns alles anvertraut und geschenkt wurde. Wir kritiseren und nörgeln, anstatt uns daran zu erinnern, dass es vielleicht gerade diese Eigenschaft war, die uns am anderen angezogen hat. Erinnert Euch daran, warum Ihr Euch verliebt habt. Schreibt einander einen Zettel, mit Dingen die Ihr schätzt und mögt.
  2. Stoppt das Vergleichen. Das Gras ist auf der anderen Seite immer grüner, und jede Beziehung hat ihre Schattenseiten. Der nette Kollege, der auf der Arbeit immer so charmant zu Euch ist, wird zuhause höchtswahrscheinlich genauso seine Socken rumfliegen lassen (und vielleicht manchmal rumgrummeln) wie Euer eigner Partner. Perfektion ist Illusion. Also investiert in Eure Beziehung, anstatt zu gucken wie viel besser es allen anderen geht. Das ist Zeitverschwendung. Macht nicht den Fehler, Euch von den ganzen inzenierten Pärchenbildern auf Instagram einlullen zu lassen. Das ist nicht das wahre Leben.
  3. .. was mich zu Tipp drei führt. Umgebt Euch mit Vorbildern. Mit Paaren die eine gesunde Beziehungskultur haben, die sich respektieren, wertschätzen und positiv übereinander sprechen. Sucht Euch Mentoren, die in Euer Leben sprechen dürfen. Seid weise und nehmt Hilfe an, wenn ihr mal feststeckt. Baut keine Mauern auf.
  4.  Gebt Euch Mühe füreinander. Lasst nicht nach. Sucht Frieden und das Beste des anderen. Werdet nicht bequem und faul. Überrascht einander. Macht Euch hübsch, habt Dates, sprecht über Eure Ziele und was Euch bewegt und nicht nur über die Kinder / die Arbeit/ den Haushalt.
  5. Vergebung. Fehler passieren. Entschuldigt Euch. Vergebt.

 

Soweit so gut.  Ich wünsch Euch einen schönen Valentinstag.

Seid gut und barmherzig zu Euch.

 

Thankful Thursday (Friday) 3/19

Freitag Mittag. Mein Baby macht Mittagsschlaf und mein großer Leo spielt mit Oma Duplo. Ich sitze auf dem Sofa und habe ein bisschen Zeit.

Zeit zu schreiben. Zeit zu reflektieren. Zeit in der Heimat.

Bin ich heute eigentlich dankbar?

Eigentlich müsste ich gerade in einem Seminar an der Uni sitzen und mich mit den Abgründen der Sozialpsychologie beschäftigen.

Wir sind nach Hamburg gefahren, meine Mama hat Urlaub genommen um auf die Kinder aufzupassen, ich habe meine Praktikumsstunden vorgearbeitet.

Alles war perfekt vorbereitet und trotzdem sitze ich auf dem Sofa und nicht im Seminar.

So ist das eben mit Kindern.

Und das ist ok. Das muss ok sein.

Denn sie sind nur einmal so klein –
und Seminare kann man nachholen.

Also bin ich dankbar. Für die ungeplante Zeit zusammen. Heimatluft.

Dankbarkeit. Eine Entscheidung.

Dafür, dass bestimmt bald alles leichter wird.

#studierenmitkindern.

Immer ein Abenteuer und ein (manchmal zu großer) Spagat.

Dankbar für alles, was schon geschafft ist.

Für jeden Haken auf der To-do-Liste.

Für Verständnis.

Für ein Sonntags-Mini-Date mit meinem kleinen Sohn. Pommes und Züge schauen.

Für alle, die meine Kinder lieben und sich Zeit für sie nehmen.

Für Besuch von tollen Menschen. Und selbstgemachte Waffeln.

Für eine entspannte Zugfahrt (mit nur 13 Minuten Verspätung) und eine inspirierende Begegnung mit einer tollen Autorin.

Es war eine gute Woche.

(Und am allerglücklichsten macht mich unser neustes Gangmitglied, unser zuckersüßes Paten-Baby, das unser Herz im Sturm erobert hat.  )