No Pants Today

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Zwischen den Welten

Heute hier- morgen dort.

Als ich vor 10 Jahren das erste Mal einen Fuß auf Leipziger Boden setzte, hatte ich keine Ahnung was mich erwarten würde – und vor allem nicht wie lange ich hier bleiben würde. Schnell die Ausbildung machen, und bloß schnell wieder weg. Das war der Plan. Aber dass Pläne nicht immer funktionieren, das muss ich wohl keinem erzählen.

Manchmal trifft man Menschen, die alles auf den Kopf stellen und man findet unerwartet eine neue Heimat.

Letzte Woche waren der Löwe und ich in der alten Heimat.

Und irgendwie kamen viele Fragen auf.

„Bist du nun Leipzigerin? Was ist schöner Hamburg oder Leipzig? Warum kommst Du nicht zurück? Wann kommt Ihr denn das nächste Mal?

Wie, Du hast vergessen was Franzbrötchen sind? Was, Du weißt nicht was das Schulterblatt ist?“

Genau so oft werde ich in Leipzig gefragt „Sie kommen aber nicht von hier, oder? Was aus Hamburg, warum zieht man denn dort weg? Willst Du wieder zurück?“

Die letzten Jahre haben sich oft zerissen angefühlt. Nirgendwo richtig zugehörig. Wo ist die Heimat und wozu sagt man Zuhause?

Wenn man an dem einen Ort ist, verpasst man am anderen grad die coolste Party- oder eben den Geburtstag der Oma.

Wie oft fährt man – und wie lange bleibt man?

Immer mit halb zerissenem Herzen und Überseekoffer unterwegs.

{Zugfenster Melancholie.}

Aber irgendwie wurde in den letzen Tagen ein Schalter in meinem Denken umgelegt.

Warum müssen wir Menschen alles in Schubladen stecken? Allem einen Stempel aufdrücken? Warum kann man nicht einfach zwei Orte haben, die Heimat heißen?

Zwei Familien, zwei Freundeskreise.

Zwei Orte an denen man sicher, geborgen und glücklich ist.

Ein Grund für größte Dankbarkeit.

Im Grunde geht es wahrscheinlich nur um eines:

Von ganzem Herzen dort zu sein wo man gerade ist und gebraucht wird.

{Via google images)

Und mal ehrlich- es gäbe keinen Ort in Deutschland an dem ich lieber leben würde als hier.

{Wunderschönes Leipzig.}