Freitag Mittag. Mein Baby macht Mittagsschlaf und mein großer Leo spielt mit Oma Duplo. Ich sitze auf dem Sofa und habe ein bisschen Zeit.

Zeit zu schreiben. Zeit zu reflektieren. Zeit in der Heimat.

Bin ich heute eigentlich dankbar?

Eigentlich müsste ich gerade in einem Seminar an der Uni sitzen und mich mit den Abgründen der Sozialpsychologie beschäftigen.

Wir sind nach Hamburg gefahren, meine Mama hat Urlaub genommen um auf die Kinder aufzupassen, ich habe meine Praktikumsstunden vorgearbeitet.

Alles war perfekt vorbereitet und trotzdem sitze ich auf dem Sofa und nicht im Seminar.

So ist das eben mit Kindern.

Und das ist ok. Das muss ok sein.

Denn sie sind nur einmal so klein –
und Seminare kann man nachholen.

Also bin ich dankbar. Für die ungeplante Zeit zusammen. Heimatluft.

Dankbarkeit. Eine Entscheidung.

Dafür, dass bestimmt bald alles leichter wird.

#studierenmitkindern.

Immer ein Abenteuer und ein (manchmal zu großer) Spagat.

Dankbar für alles, was schon geschafft ist.

Für jeden Haken auf der To-do-Liste.

Für Verständnis.

Für ein Sonntags-Mini-Date mit meinem kleinen Sohn. Pommes und Züge schauen.

Für alle, die meine Kinder lieben und sich Zeit für sie nehmen.

Für Besuch von tollen Menschen. Und selbstgemachte Waffeln.

Für eine entspannte Zugfahrt (mit nur 13 Minuten Verspätung) und eine inspirierende Begegnung mit einer tollen Autorin.

Es war eine gute Woche.

(Und am allerglücklichsten macht mich unser neustes Gangmitglied, unser zuckersüßes Paten-Baby, das unser Herz im Sturm erobert hat.  )