No Pants Today

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Thankful Thursday |||…..

Am Samstag. Im Moment geht nichts mehr. Cecilia hat Bauchschmerzen X 1000 und die Uni-Deadlines rauben mir nachts den Schlaf.

 

Und trotzdem gibt es ganz schön viel zu danken.

  • super Autofahrt mit entspannten Kindern (und ohne Stau) 🙌🏻
  •  eine reparierte Klimaanlage (nach sieben Jahren.)
  •  super Ergebnisse bei Cecilia‘s U3 und Hörscreening. Gesundheit ist absolut nicht selbstverständlich.
  •  Frühstück und Zeit mit einer Kindheitsfreundin und ihrem Baby
  • Zeit in der Heimat. Zeit mit Familie. Weil nichts so sehr „Willkommen Zuhause sagt“ wie das Stück B73 zwischen der Abfahrt Heimfeld und Neu Wulmstorf. Ganz bestimmt nicht die schönste Ecke Hamburgs, aber vertraut und geliebt.
  • Kaffee. In allen Varianten.

Thankful Thursday II.

Eben in der Tram auf dem Weg nach Hause ist es mir siedend heiß eingefallen. Heute ist Donnerstag. Thankful Thursday. Da stehe ich also in der Straßenbahn, die Klimaanlage ist kaputt. Leo hat 40 Grad Fieber, draußen ist es immerhin 10 Grad kühler und Cecilia brüllt wie am Spieß. 20 Minuten lang. Die Mitfahrer sehen nicht glücklich aus. Sie denken an jeder Haltestelle wahrscheinlich innerlich: „Oh Herr, bitte  lass diese Frau mit den Flamingo-Shorts und dem schreienden Baby endlich aussteigen.“ Vielleicht sagen sie es auch laut zu ihrem Sitznachbarn.

Also steh ich da und zähle die Haltestellen und denke mir- ich will dankbar sein in allen Dingen. Auch wenn der Tag grad etwas aus dem Ruder läuft und meine Kinder scheinbar beide keine Fans der Hitze sind.

Heute bin ich (abgesehen davon, dass die Straßenbahnfahrt irgendwann zu Ende war) dankbar für:

  • einen Abend mit der besten Freundin, ohne Kinder. Mit Geständnissen und Tiefgang.
  • die nette (fremde) Mama im Freibad, die Cecilia rumgetragen hat, damit ich mich um Leo kümmern konnte. Es braucht wirklich ein Dorf, um Kinder großziehen zu können.
  • meine Lieblingshose, die nach 8. Monaten Suche wieder aufgetaucht ist.
  • einen tollen Betreuungsplatz für Leo. Absolut unkompliziert und ohne große Anstrengung. Wer in Leipzig Kinder hat, kann verstehen wovon ich rede.
  • meine Professorin, die eine mega Ausnahme für mich macht, damit ich an einem Seminar teilnehmen darf.
  • Eine Karte und ein Päckchen aus Schweden von einer besonderen Freundin.
  • Die „Good Mood“ Playlist bei Spotify mit der wir jeden Morgen in den Tag starten.

 

Wahrscheinlich hab ich wieder die Hälfte von dem vergessen, was in der letzen Woche Gutes passiert ist.  Trotz „Brüll-Tag“ gehe ich mit einem positiven Gefühl und dankbar in den Abend. Es ist so einfach, sich der Negativität hinzugeben, mürrisch zu sein und zu meckern.

Aber das Leben ist gut und uns geht es gut.

(Man muss bloß mal die Augen aufklappen.)

 

Thankful Thursday I.

„Be thankful in all things..“

In der letzten Woche ist mir eine neue Idee für den Blog gekommen.

Dankbarkeits-Donnerstag. Oder auch Thankful Thursday. Eine Rubrik in der ich regelmäßig donnerstag veröffentlichen möchte, wofür ich aktuell dankbar bin. Die kleinen, simplen Dinge des Alltags die so schnell übersehen oder vergessen werden.

Das mutmachende Wort, der spendierte Kaffee oder die nette Nachbarin.

Natürlich sind wir dankbar für die großen Dinge im Leben. Unser zweites Kind. Die verrückte Geburt. Unseren wilden Löwen. Die Wohnung. Bestandene Prüfungen. Aufträge. Versorgung. Familie.

Aber wie schnell verlieren wir dieses Gefühl der Dankbarkeit im Gewirr des täglichen Lebens. Eine kleine Sache läuft vielleicht nicht so, wie wir es uns vorgestellt haben, und schon ist der ganze Tag überschattet. Was schief läuft, erhält mehr Gewicht als die Dinge, die ganz selbstverständlich gut laufen.

Um diesem Phänomen entgegen zu wirken, starte ich nun den ersten offiziellen „Thankful Thursday.“

Heute bin ich dankbar für:

 

  • Eine eiskalte Cola im Kühlschrank, und den der sie da reingestellt hat. ♥
  • Die Frau in der Tram, die verständnisvoll lächelt und sagt „Bestimmt die Zähne“ als Leo wie am Spieß brüllt.
  • So viele Briefe, Karten und Geschenke zu Cecilia´s Geburt.
  • Einen Facharzttermin innerhalb von drei Tagen.
  • Die Sonne.
  • Bewahrung. Duplosteine können ganz schön gefährlich sein ;).
  • ♥ Freunde, die mich annehmen wie ich bin.
  • Kreative Gedanken und Zeit, sie umzusetzen.
  • Babies, die nachts gut schlafen.
  • Einsicht & Erkenntnis.
  • 1,5 h Zeit u n u n t e r b r o c h e n mit einer Freundin zu telefonieren.

 

Mehr als genug Gründe für Dankbarkeit- und dabei fällt mir bestimmt nur die Hälfte ein.

Schwangerschafts-Knigge..

… oder zehn Dinge, die man besser nicht zu einer werdenden Mutter sagen sollte.

Es scheint ein verbreitetes Phänomen zu sein, dass so manch einer im Ungang mit schwangeren Mitmenschen  seinen natürlichen Filter und  gute Manieren vergisst. Ungefragte Ratschläge und Horror-Geburtserlebnisse werden ausgepackt und einem wird permanent auf den Bauch gestarrt (im besten Fall).

Schon kurios, aber mit ein bisschen Abstand auch sehr, sehr lustig.

Hier ein Best-of der Sprüche, die ich in den letzten Monaten zu hören gekriegt habe.

  1. „War das geplant?“ Oder noch besser :“War das ein Unfall?“.
  2. „Zum Glück ein Mädchen. Dann seid ihr jetzt ja endlich durch mit der Familienplanung.“
  3.  „Dein Bauch ist doch viel zu klein. Der Arzt hat sich bestimmt verrechtnet.“
  4. „Dein Bauch ist ja riesig.“
  5.  „Vielleicht wird es ja doch noch ein Junge. Das wäre doch toll.“
  6. „Ein Junge wäre aber viel besser gewesen. Es weiß doch jeder, dass man sich nur mit Geschwistern des gleichen Geschlechts versteht.“ (Ach, echt ist das so?)
  7. „Was denkst Du, wann es losgeht?“ Leider habe bisher habe ich noch keine hellseherischen Fähigkeiten entwickelt. Tatsächlich hätte ich es selbst ganz gern gewusst. 😉
  8. „Ich habe mir überlegt, nennt ihn Max. So hieß mein Opa.“ (Es wird ein M ä d c h e n.)
  9. „Für die Kinder sind so kurze Abstände ja schön. Aber Sarah, Dein Leben ist dann v  o r b e i. Wer weiß schon, wann Du wieder aus dem Haus kannst.“
  10. „Na gut, aber mehr als zwei Kinder bitte nicht. Bloß nicht.“

 

Was man stattdessen sagen sollte: “ Herzlichen Glückwunsch.“ Das wäre immer eine gute, angemessene Antwort. Mehr ist gar nicht nötig.

(Alle diese Sätze habe ich tatsächlich so zu hören gekriegt, 85% davon von älteren Menschen auf die aus Gründen des Datenschutzes nicht weiter eingegangen  werden kann. )

Mal sehen wie es weitergeht, jetzt wo das Baby draußen ist. Es bleibt auf jeden Fall spannend.

 

(Image via Ecards.)

Montagsgedanken…

Oh, 2018. Du hast es (bisher) wirklich in dir.

Kaum eine Woche verging ohne Hiobsbotschaften, Katastrophen und auch Herzschmerz.

Die Worte dieses Blogpost trage ich schon eine Weile mit mir herum, aber durch die Prüfungen hatte ich keine Zeit und Ruhe sie mir von der Seele zu schreiben.

Aber jetzt. Semesterferien und Mutterschutz.

Noch nie wurde ich mit so einer geballten Ladung von Krankheit, Tod und zerbrochenen Beziehungen konfrontiert.

Es bleibt manchmal einfach nur Fassungslosigkeit angesicht der Verrücktheit und Ungerechtigkeit dieser Welt. Fassungslosigkeit und Wut.

Wie gehen wir damit um, wenn so viel Schlimmes passiert? Was können wir daraus lernen? Was ist die Moral von der Geschicht`? Wie gehen wir damit um, wenn es uns eigentlich so gut geht, aber den nächsten Menschen um uns herum nicht?

Diese Fragen habe ich mir in den letzten Wochen so oft gestellt, und möchte ein paar Gedanken dazu mit Euch teilen.

Wie oft sagen wir, irgendwann, da mache ich es. Da schreibe ich den Brief. Da bitte ich um Vergebung. Irgendwann. Dieses Jahr wurde mir die Möglichkeit genommen, etwas zu tun. Zu Handeln. Einfach weil ich zu lange gezögert habe. Jetzt kommt irgendwann nie mehr. Das Leben ist eben einfach endlich, nur leider vergessen oder verdrängen wir das immer wieder. Wir alle haben diese eine Sache, von der wir wissen, dass wir sie angehen sollten. Eine Beziehung, die zu klären ist. Worte, die man sagen sollte. Einen Weg, den man gehen sollte. Einen Charakterzug an dem man arbeiten sollte.

Aber Angst und Bequemlichkeit stellen sich den Vorsätzen in den Weg. Also schieben wir es auf und auf, und manchmal wie in meinem Fall, ist kein Happy-End mehr möglich.

Letzendlich sind es doch nur die Beziehungen die wichtig sind. Niemand wird die Zeit bereuen, die er in seine Ehe, Kinder, Familie und Freundschaften investiert hat. Also sollten wir die Chance nutzen, ihnen Wertschätzung und Liebe entgegen zu bringen, so lange wir die Möglichkeit dazu haben.

Außerdem ist mir in den letzen Wochen Dankbarkeit so wichtig geworden. Den Fokus auf all das Gute zu richten, was uns im ganzen Chaos auf den ersten Blick versperrt bleibt. Es ist niemals alles scheiße. Es gibt immer etwas Positives. Die Frage ist nur, ob wir es schaffen es wahrzunehmen und uns darauf einzulassen.

Am Ende des Lebens ist doch nur wichtig, in Frieden und ausgesöhnt zu gehen. Den Groll und die Bitterkeit eingetauscht zu haben, für etwas Größeres. Vergebung und Hoffnung.

Montage sind ein bisschen so wie der erste Januar. Man braucht einen starken Kaffee, und ein mutiges Herz für das was bevor steht.

Vielleicht ist heute der Tag, wo etwas in Gang kommt. Wo Veränderung möglich wird.

Der Montag vor Ostern wäre doch perfekt dafür.

Vielleicht ist heute –  irgendwann.