No Pants Today

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Schwangerschafts-Knigge..

… oder zehn Dinge, die man besser nicht zu einer werdenden Mutter sagen sollte.

Es scheint ein verbreitetes Phänomen zu sein, dass so manch einer im Ungang mit schwangeren Mitmenschen  seinen natürlichen Filter und  gute Manieren vergisst. Ungefragte Ratschläge und Horror-Geburtserlebnisse werden ausgepackt und einem wird permanent auf den Bauch gestarrt (im besten Fall).

Schon kurios, aber mit ein bisschen Abstand auch sehr, sehr lustig.

Hier ein Best-of der Sprüche, die ich in den letzten Monaten zu hören gekriegt habe.

  1. „War das geplant?“ Oder noch besser :“War das ein Unfall?“.
  2. „Zum Glück ein Mädchen. Dann seid ihr jetzt ja endlich durch mit der Familienplanung.“
  3.  „Dein Bauch ist doch viel zu klein. Der Arzt hat sich bestimmt verrechtnet.“
  4. „Dein Bauch ist ja riesig.“
  5.  „Vielleicht wird es ja doch noch ein Junge. Das wäre doch toll.“
  6. „Ein Junge wäre aber viel besser gewesen. Es weiß doch jeder, dass man sich nur mit Geschwistern des gleichen Geschlechts versteht.“ (Ach, echt ist das so?)
  7. „Was denkst Du, wann es losgeht?“ Leider habe bisher habe ich noch keine hellseherischen Fähigkeiten entwickelt. Tatsächlich hätte ich es selbst ganz gern gewusst. 😉
  8. „Ich habe mir überlegt, nennt ihn Max. So hieß mein Opa.“ (Es wird ein M ä d c h e n.)
  9. „Für die Kinder sind so kurze Abstände ja schön. Aber Sarah, Dein Leben ist dann v  o r b e i. Wer weiß schon, wann Du wieder aus dem Haus kannst.“
  10. „Na gut, aber mehr als zwei Kinder bitte nicht. Bloß nicht.“

 

Was man stattdessen sagen sollte: “ Herzlichen Glückwunsch.“ Das wäre immer eine gute, angemessene Antwort. Mehr ist gar nicht nötig.

(Alle diese Sätze habe ich tatsächlich so zu hören gekriegt, 85% davon von älteren Menschen auf die aus Gründen des Datenschutzes nicht weiter eingegangen  werden kann. )

Mal sehen wie es weitergeht, jetzt wo das Baby draußen ist. Es bleibt auf jeden Fall spannend.

 

(Image via Ecards.)

Montagsgedanken…

Oh, 2018. Du hast es (bisher) wirklich in dir.

Kaum eine Woche verging ohne Hiobsbotschaften, Katastrophen und auch Herzschmerz.

Die Worte dieses Blogpost trage ich schon eine Weile mit mir herum, aber durch die Prüfungen hatte ich keine Zeit und Ruhe sie mir von der Seele zu schreiben.

Aber jetzt. Semesterferien und Mutterschutz.

Noch nie wurde ich mit so einer geballten Ladung von Krankheit, Tod und zerbrochenen Beziehungen konfrontiert.

Es bleibt manchmal einfach nur Fassungslosigkeit angesicht der Verrücktheit und Ungerechtigkeit dieser Welt. Fassungslosigkeit und Wut.

Wie gehen wir damit um, wenn so viel Schlimmes passiert? Was können wir daraus lernen? Was ist die Moral von der Geschicht`? Wie gehen wir damit um, wenn es uns eigentlich so gut geht, aber den nächsten Menschen um uns herum nicht?

Diese Fragen habe ich mir in den letzten Wochen so oft gestellt, und möchte ein paar Gedanken dazu mit Euch teilen.

Wie oft sagen wir, irgendwann, da mache ich es. Da schreibe ich den Brief. Da bitte ich um Vergebung. Irgendwann. Dieses Jahr wurde mir die Möglichkeit genommen, etwas zu tun. Zu Handeln. Einfach weil ich zu lange gezögert habe. Jetzt kommt irgendwann nie mehr. Das Leben ist eben einfach endlich, nur leider vergessen oder verdrängen wir das immer wieder. Wir alle haben diese eine Sache, von der wir wissen, dass wir sie angehen sollten. Eine Beziehung, die zu klären ist. Worte, die man sagen sollte. Einen Weg, den man gehen sollte. Einen Charakterzug an dem man arbeiten sollte.

Aber Angst und Bequemlichkeit stellen sich den Vorsätzen in den Weg. Also schieben wir es auf und auf, und manchmal wie in meinem Fall, ist kein Happy-End mehr möglich.

Letzendlich sind es doch nur die Beziehungen die wichtig sind. Niemand wird die Zeit bereuen, die er in seine Ehe, Kinder, Familie und Freundschaften investiert hat. Also sollten wir die Chance nutzen, ihnen Wertschätzung und Liebe entgegen zu bringen, so lange wir die Möglichkeit dazu haben.

Außerdem ist mir in den letzen Wochen Dankbarkeit so wichtig geworden. Den Fokus auf all das Gute zu richten, was uns im ganzen Chaos auf den ersten Blick versperrt bleibt. Es ist niemals alles scheiße. Es gibt immer etwas Positives. Die Frage ist nur, ob wir es schaffen es wahrzunehmen und uns darauf einzulassen.

Am Ende des Lebens ist doch nur wichtig, in Frieden und ausgesöhnt zu gehen. Den Groll und die Bitterkeit eingetauscht zu haben, für etwas Größeres. Vergebung und Hoffnung.

Montage sind ein bisschen so wie der erste Januar. Man braucht einen starken Kaffee, und ein mutiges Herz für das was bevor steht.

Vielleicht ist heute der Tag, wo etwas in Gang kommt. Wo Veränderung möglich wird.

Der Montag vor Ostern wäre doch perfekt dafür.

Vielleicht ist heute –  irgendwann.

Ein Tag im Leben einer Studentenmama

„Studieren mit Kind, wie geht das?“ „Wann lernst Du?“ „Wie schafft man das alles?“

Das wären wohl die häufigsten Fragen die mir so gestellt werden.

〈Eine Woche alt.〉

Ich dachte mir,  ich nehme Euch mal mit durch einen ganz normalen Tag bei uns.

(Disclaimer: Ich habe keine Anwesenheitspflicht und lerne zu 90 % autodidaktisch.)

6:30 Uhr. Der Wecker klingelt. Richard ist schon unterwegs. Zur Zeit hab ich einen kleinen Nebenjob. Leo und ich begleiten mein ehemaliges Babysitting- Kind zur Schule und machen ihr vorher Frühstück. Dafür müssen wir einmal quer durch die ganze Stadt düsen.

7:00 Uhr. Weg zum „Job“.

9:00 Uhr. C. pünktlich an der Schule abgegeben. Jetzt treffen wir entweder jemandem zum Frühstück, oder fahren zurück in unsere Wohnung. Heute geht es mit einer ehemaligen Kollegin und mittlerweile guten Freundin ins Franz Morish. Absolut empfehlenswert. Danke an meine „Blogger-Friends“ ;), die mich darauf aufmerksam gemacht haben.

11:30 Uhr. Schnell nach Hause. Leo macht Mittagsschlaf.

Ich setze mich so schnell es geht an meine Uni-Hefter und versuche das Chaos und die Wäscheberge zu ignorieren. (Und der Versuchung zu wiederstehen, auch zu schlafen.)

12:00 Uhr. Okay, fix eine Wäsche für das Hausfrauengewissen anstellen.

13:00 Uhr. Multitasking. Eintopf & Community Psychologie.

14:20 Uhr. Leo wecken. Wir müssen wieder los. Mittwoch ist Mamazellgruppe. (Krabbelgruppe mit Input.) Heute laufen wir mit unseren besten Freunden zusammen durch den Wald zum Treffpunkt. Irgendwie muss man ja auf die 10.000 Schritte pro Tag kommen.

〈Und immer wieder Kaffee. Ohne geht es nicht.〉

17:30 Uhr. Wieder Zuhause. Abendessen vorbereiten & spielen. Es gibt Wraps.

18:30 Uhr. Papa kommt von der Arbeit (ungefähr, das ist jeden Tag verschieden). Wir essen zusammen und erzählen vom Tag.

19:30 Leo geht schlafen. Ich müsste theoretisch lernen. Aber auch chillen, die Küche aufräumen, Mails schreiben, Zeit  mit meinem Mann verbringen.

Immer ein großer Gewissenskonflikt. Spätestens die Tage und Wochen direkt vor der Prüfung werden abends und nachts intensiv für die Uni genutzt.

23:00 Uhr. Gute Nacht.

〈Natürlich läuft nicht jeder Tag gleich. Meistens kommen noch Arzttermine, Erledigungen, Playdates, spontane Treffen und irgendwelche außer-der-Reihe-Aufgaben dazu. Manchmal schafft man mehr, manchmal weniger. Aber ich bin super gern #studentenmama und auch überzeugt davon, dass sich alles irgendwie unter einen Hut bringen lässt. Demnächst folgt dann ein Post mit ein paar Lerntipps.〉

 

 

#wochenendemitdernopantstodayfamilie Part 1.

Oh man. Vorsätze. Ihr kennt es ja. Ich hab mir für 2018 für jeden Bereich meines Lebens ein paar Ziele gesetzt. Auch für den Blog. Ja, diesen hier. An manchen Tagen frage ich mich warum ich das eigentlich mache. Eigentlich habe ich im Moment mehr als genug zu tun. Uni, (Hallo, Prüfungszeit), Mamasein, Jobben, Haushalt.

Das zweite Baby kommt auch bald.

Und es gibt doch eigentlich mehr als genug Influencer, Blogger und  Social Media Experten. Sehr viel interessantere und coolere Menschen.

Aber da ist diese Stimme in mir, dieser innere Antrieb. Es einfach zu machen. Zu gucken was passiert. Und manchmal, alle paar Wochen kriegt man ein kleines Feedback. Ein ermutigendes Wort, vielleicht sogar ein „Danke“. Also geht es 2018 einfach weiter und bin gespannt wohin der Weg nopantstoday.de führt.

Für 2018 habe ich mir überlegt, dass ich gern mehr von unserem Alltag zeigen würde. Meine liebsten Blogbeiträge von anderen sind oft dem wahren Leben entnommen.

Einfach Familienleben, Authenzität und praktische Tips.

Also gibt es ab sofort Montags unser #wochenendemitdernopantstodayfamilie.

Einfach alles, was wir so machen. Restaurantbesuche, Ausflüge, Rezepte.

Aber ausgerechnet das erste Wochenende 2018 war wahrscheinlich eines unsere unspektakulärsten. Kann man das eigentlich posten, hab ich mich gefragt?

Vorsätze sind Vorsätze- also viel Spaß beim Lesen.

So wenig passiert bei uns selten-nie. Aber vielleicht ist das grad auch mal dran.

Am Freitag war unser sechster Jahrestag. Unser Lieblingsmexikaner war leider ausgebucht, also haben wir Zuhause Burger und Pommes gemacht. Kaum zu glauben das 6,5 Jahre vergangen sind, seit dem wir das erste Mal mit einander geredet haben.

Gegensetzlicher als wir damals waren, kann man wohl kaum sein. Der eine immer in Jogginghosen und tiefenentspannt, die andere grundsätzlich eine Spur zu overdressed und hyperaktiv. Aber wahrscheinlich ist gerade das der beste Beweis dafür, dass sich Gegensätze am Ende eben anziehen.

Irgendwie übertrifft sich der gute Mann kulinarisch zur Zeit selbst, am Samstagmorgen als wir eigentlich schon halb auf dem Sprung zum Friseur waren, hat er sich mal eben spontan noch beigebracht selber Crêpes zu machen. Vor Schreck hab ich ganz vergessen, das mit einem Foto zu dokumentieren.

Endlich wurde diese Löwenmähne mal ein bisschen gebändigt- und meine gleich mit.

Eigentlich hatten wir für den Nachmittag geplant, das Kinderzimmer fertig einzurichten und sind deshalb zu IKEA gefahren. Aber leider liegt der schöne Schwede im Heiligen-Drei-König-Land und hatte zu. Shit happens.

Der Rest des Wochenendes wurde geschlafen, gegessen und ausgeruht. Am Sonntag nach der Church haben wir so lange Mittagsschlaf gemacht, dass wir erst aufgewacht sind als es schon dunkel war.

Ups.

Ein bisschen Zeit wurde immerhin auch für die Uni investiert.

Wie gesagt, unspektakulärer geht es kaum.

Aber vielleicht braucht man ab und zu mal so ein Wochenende. An dem einfach mal nichts passiert.

Pause. Selah.

Hoffentlich war Euer Wochenende schön.

Der große Social Media Detox- und was am Ende übrig blieb

Vor ein paar Monaten saß ich mit einer Freudin in einem Café.

Während wir uns so über dies und das austauschten, stießen wir auf das Thema Instagram.

Sie hat keinen Instagram-Account (auch kein Facebook, Twitter oder ähnliches).

Der Grund: es macht sie traurig und neidisch ihr Leben mit dem der anderen auf Instagram zu vergleichen.

Ich muss sagen, ihre Antwort hat mich verblüfft.

Unser Gespräch hat mich sehr nachdenklich gemacht. Was macht eigentlich mein täglicher Instagram-Konsum mit mir und meiner Seele? Werde ich vielleicht auch traurig und unzufrieden? (Und merke ich das vielleicht noch nicht einmal?)

Was teile ich, und vor allem warum? Sind die sozialen Medien Fluch oder Segen?

Wie viel Zeit verbringe ich damit auf einem viereckigen Bildschirm perfekt inszenierte Kinderzimmer und fremde Kinder in sämtlichen Lebenslagen anzustarren, während mein eigenes Kind vielleicht zwei Meter entfernt sitzt und verzweifelt um meine Aufmerksamkeit ringt?

https://www.stern.de/digital/smartphones/fuehrt-die-smartphone-sucht-der-eltern-zu-problem-kindern–7493726.html

Kein unbekanntes Phänomen.

Vergleiche ich mich? Wie viel Zeit verschwende ich am Tag um zu schauen, was die anderen so machen?

All diese Fragen haben mich umhingetrieben, eine Weile etwas kürzer zu treten.

Eine Entziehungskur.

Weniger posten, mehr real Life.

Übrig geblieben sind folgende Gedanken:

Ich verbringe definitiv zu viel Zeit mit meinem Iphone. Auch wenn es keinen negativen Gefühle in mir hervorbringt, hat es einen gewissen Suchtcharakter. Oft hab ich gar nicht bemerkt, dass ich schon wieder mein Handy in der Hand halte.

Daran muss sich etwas ändern.

Social Media ist in erster Linie das, was man selbst draus macht.

Für mich ist es letztendlich ein super Werkzeug Leben zu teilen, mit Menschen in Kontakt zu sein und mich inspirieren zu lassen.

Wie bei allen Dingen, geht es doch am Ende darum, einen gesunden Umgang zu finden.

Mich macht Instagram nicht traurig. Im Gegenteil. Ich hab so tolle Menschen durch diese Plattform „kennengelernt“, kreative Genies gefunden und tolle Menschen (die auch offline genau so herzlich und ehrlich sind wie im Netz) ins Herz geschlossen.

Zeig mir, wem Du folgst…

… und ich sag Dir wer Du bist. Ganz so krass würde ich es nicht sehen, aber oft folgt man ja einer bestimmten Art von Menschen, weil sie etwas repräsentiert, was man selbst gern wäre.

Dabei darf man ganz einfach nicht vergessen, dass die großen Accounts harte Arbeit und Professionalität in ihre Feeds investiert haben, und viele davon ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Wenn wir uns den ganzen Tag diese bis zu Perfektion gestylten Menschen, Eltern, Wohnzimmer, Küchen und Kinder reinziehen, vergessen wir schnell, dass das nicht das echte, wahre Leben ist.

Kein Wunder also, dass wir immer unzufriedener werden und unser eigenes Leben für unzulänglich halten.

Den Vergleich können wir nur verlieren.

Es gibt inzwischen zahlreiche Studien darüber, wie Soziale Medien und psychische Erkrankungen zusammenhängen.

Umso wichtiger bewusst und achtsam mit seiner Seele, seinem Körper und seiner Zeit umzugehen.

Ein wichtiger Schritt nach meinem kleinen Entzug war daher, allen Accounts zu entfolgen, die negative Gefühle in mir auslösten. Sei es vielleicht doch ein Anflug von Neid, Antipathie oder auch Stress ebenso perfekt sein zu müssen.

Wen ich persönlich kenne, wer mich wirklich inspiriert oder begeistert durfte bleiben.

Irgendwie befreiend.

Ein Punkt der mir zugegebener Maßen immer noch etwas schwer fällt, ist der zeitliche Faktor.

So schnell ist man wieder dabei und scrollt sich durch das Leben der anderen, während man eigentlich nur schnell googeln wollte wann die nächste Straßenbahn fährt.

Ich will nicht, dass meine Kinder denken, mein Handy ist an meiner Hand festgewachsen.

Instagram soll nicht das erste sein, womit ich am Morgen beschäftige.

Ich will mich abends mit meinem Mann über den Tag unterhalten und nicht auf einen Bildschirm starren, während er neben mir sitzt und auf seinem IPhone Sport1 Nachrichten liest.

Deshalb versuche ich mich seit ein paar Monaten an folgende Regeln zu halten:

  1. Keine Handynutzung wenn ich mit anderen Menschen zusammen bin, sei es mit Freunden oder meiner Familie. Spotify ist erlaubt :).
  2. Instagram, Facebook oder meine Lieblingsforen dürfen nur geöffnet werden, wenn Leo schläft.
  3. Mehr echtes Leben, öfter mal die Spiegelreflexkamera rausholen und das Handy ganz Zuhause lassen.

Wie geht es euch mit Eurem Social Media Konsum? Seid ihr manchmal unzufrieden mit Eurem eigenen Leben? Ich möchte Euch ermutigen, mal ehrlich darüber nachzudenken.