No Pants Today

Navigation Schließen

Seite 2 von 4

Über die Mama die ich sein wollte..

… und die, die ich wurde.

Bald ist es soweit – Weihnachten rückt immer näher. Ich gebe es nicht gerne zu, aber das erste Paket mit Geschenken ist schon letzte Woche eingetroffen.

Neulich sagte jemand in einem Nebensatz zu mir: „Aber du wolltest doch nie, dass dein Kind so mit Geschenken überschüttet (und verwöhnt) wird.“

Ups, ja. Da war ja was. Die idealistische (und vorallem selbstgerechte) Vorstellung davon, was ich für eine Mama sein wollte.

Dieser Satz hat mich nachdenklich gemacht. Darüber, wie viele Vorsätze ich hatte.

Oh – und wie unendlich naiv ich war.

„Warum französische Kinder keine Nervensägen sind“ war meine Erziehungs-Bibel, #sugarfreetillthree ein ungeschriebenes Gesetz und Tragen fand ich ziemlich uncool.

Pädagogisches Spielzeug aus Holz und immer frisch gekochter Brei, ist doch klar.

Und dann kam er, der große Tag. Der alles veränderte. Der mich veränderte.

Schon die Umstände der Geburt waren so anders als geplant, dass ich schnell kapierte dass Mamasein vorallem Kontrollverlust bedeuten würde.

Und jetzt schleppe ich regelmäßig 10,5 Kilo in der Trage durch die Gegend.
Mein Baby liebt Eis und so ziemlich jede andere Speise, schläft wo ER will und spielt am liebsten mit dem lautesten, buntesten und schrillsten Spielzeug was es auf dem Markt gibt.

Was ich in meinem ersten Jahr als Mama gelernt habe?

Es kommt immer anders als man denkt. Gerade dann, wenn man einen super Trick zum Einschlafen gefunden hat oder denkt, man hat endlich alles voll im Griff, dann kommt ein Schub, ein Zahn, eine Erkältung oder eben Vollmond. Oder was weiss ich.

Flexibel zu bleiben hilft definitiv. Nicht alles so streng und dogmatisch zu sehen. Einfach zu schauen, was jetzt hilft und gut für das Kind ist. Auch mal von seinen selbst aufgestellten Regeln  und Ratgebern Abstand zu nehmen und alle Fünfe gerade sein zu lassen.

Außerdem finde ich es mega wichtig sich mit anderen Mamas auszutauschen- ohne ständige Vergleiche und Verurteilung. Nichts beruhigt mehr als die magischen Worte „Oh ja, mein Kind macht das auch“. Wir brauchen uns, und sollten in einem Team spielen.

Jede Mama hat eine Stärke von der wir etwas lernen können – und niemand macht alles perfekt.

Im Normalfall will jeder das Beste für sein Kind – nur sehen die Wege dahin verschieden aus. Andere Meinungen stehen zu lassen und einander so anzunehmen wie man ist, Trost zu spenden wenn man nur noch das Gefühl hat zu versagen und alles falsch zu machen, das ist die Art von wahrer Mama-Freundschaft die wir alle brauchen.

Streit über Krippen, Einschlafrituale oder Ernährung kann wirklich niemand gebrauchen.

Es gibt Punkte, da gibt es kein richtig oder falsch. Jeder muss das tun, was er für sein Kind,
für richtig hält.

Das bringt mich zu meinem letzten Punkt.
Irgendjemand wird immer einen Grund haben, Dich zu kritisieren. Man braucht ein starkes Rückrad als Mutter. Das habe ich in letzter Zeit oft gemerkt. „Was, Du bist noch Zuhause? Du machst jetzt also einfach gar nichts? Was, Leo ist noch nicht in der Krippe, wie soll er da soziales Verhalten lernen?“

Wenn wir uns darüber definieren, was andere über unsere Entscheidungen denken , sind wir ziemlich arm dran. Diese Schlacht kann man nicht gewinnen.

Mamasein bedeutet für mich auf mein Bauchgefühl zu hören, jeden Tag daran zu arbeiten die beste Version von mir selbst zu sein und Geduld zu haben.

Mit meinem Sohn- vorallem aber mit mir selbst.

(Und manchmal hilft nur noch ein großer Kaffee ;))

Santorin

Immer wenn ich mich auf dem Blog einlogge, sehe ich wie viel Zeit seit dem letzten Eintrag vergangen ist. Die Zeit vergeht einfach zu schnell und ich schaffe nur die Hälfte ein Drittel von dem was ich mir vornehme. Ups.

Wie auch immer, es ist ganz schön viel los bei uns und ich habe viel Stoff und Ideen für den Blog gesammelt.

Letzte Woche waren Leo und ich (mit meiner Familie) auf Reisen.

Santorin. Dort waren wir.

Schon beim Landeanflug war klar, dass es eine wunderschöne Insel ist.

Die typischen weißen Häuser leuchteten uns schon im Sonnenuntergang entgegen.

Griechenland ist so etwas wie der Ort meiner Kindheit, jeden Sommer haben wir dort verbracht. Deshalb habe ich mich auch unendlich gefreut nun mit meinem eigenen kleinen Sohn dorthin reisen zu können. Jede Möglichkeit unterwegs zu sein, andere Orte und Kulturen kennenzulernen macht mich so dankbar. Dieses Jahr sind wir da echt verwöhnt, und das ist für uns echt nicht selbstverständlich.

Santorin dominiert ja seit ein paar Jahren die Bloggerszene und Instagram, deshalb war ich sehr gespannt, wie überlaufen und Selfiestick-lastig die größeren Orte sein würden.

(Kleiner Tip, Oia und Firá sollte man am Besten so früh morgens wie möglich besuchen, gegen Vormittag kommen die Kreuzfahrtschiffe und gegen Abend die Massen um den Sonnenuntergang zu sehen.)

In Oia haben wir tatsächlich ein paar lustige Szenen beoachtet: Asiatische Paare die ihre Hochzeitsbilder machen (inklusive Make Up Artist und Friseurin), Bloggerinner in Glitzer-Abendkleidern, 20. Minütige Fotoshootings an den Hotspots bis das perfekte Instagrambild im Kasten war und man kurz davor stand von der wartenden Touri-Meute einen Kopf kürzer gemacht zu werden. Ich bin auf jeden Fall froh, dass ich einfach nur im Urlaub war. 😉

 

Wir haben versucht, ein Foto vor einer blauen Tür zu machen, aber aus irgendeinem Grund hat Leo alle perfekten Gelegenheiten verschlafen. Da musste eben unsere Terassenpforte für ein Foto herhalten.

Beste Aussicht.

 

Unser Strand. September ist wirklich die ideale Reisezeit. Warm- aber nicht zu überlaufen.

Blick in einen Hinterhof.

Der kleine Löwenjunge war so glücklich und in seinem Element. Jeden Tag am Strand spielen und rummatschen. Eigentlich wird Santorin nicht unbedingt als Reiseziel für Kinder empfohlen, da es sehr viele Wege und Stufen gibt, die nicht Kinderwagen- oder Buggyfreundlich sind aber mit unserer Manduca haben wir alle Wege bezwungen.

Die Griechen sind so gastfreudlich und kinderlieb, Leo wurde überall  so herzlich begrüßt (und abgeknutscht). Von daher würde ich bedenkenlos wieder mit ihm nach Santorin fahren, und es auch an andere Eltern weiterempfehlen.

 

Zuhause für eine Woche. Unser Zimmer war das einzige mit einem Jacuzzi, und uns wurden über die Terassenmauer einige neidische Blicke zugeworfen. 😉

Blaue Türen und Katzen- ein typischer Anblick auf der Insel.

 

Ein weiterer mega Pluspunkt ist das griechische Essen. Unfassbar gut und so lecker.

Wir waren jeden Abend in einem anderen Restaurant, und haben einige Favoriten ausgemacht.

  1. Ntomatini in Perissa. (SO gute Pasta.)
  2.  Das wunderschöne Panorama Restaurant in Akrotiri. (Beste Aussicht& Ouzo)
  3.  Vulkano in Perissa. (Die nettesten Kellner und rustikale Gemütlichkeit.)

 

Es ist absolut logisch, dass Santorin immer beliebter wird. Jede Ecke ist unglaublich fotogen und für mich persönlich ist es einer der schönsten Orte an denen ich je war. Ich möchte zurück, so schnell es geht.

 

Together is our favorite place to be. Der kleine Weltentdecker und beste Reisebegleiter.

Einfach so schön, zusammen unterwegs zu sein und die Welt zu erkunden. Ich bin so gespannt wohin unsere Wege noch führen.

 

Oh man, Malle!

Wir sind gestern aus dem 17. Bundesland zurück gekommen. Koffer und Taschen sind noch nicht mal richtig ausgepackt, aber in meinem Kopf schwirren so viele Gedanken herrum, die ich erstmal loswerden und aufschreiben muss.

Kennt Ihr das, wenn Ihr große Erwartungen und Vorstellung habt – und dann doch alles ganz anders kommt?

weiterlesen

Soulfood: Bananabread

Manchmal läuft das Leben so schnell und verrückt, und man kommt kaum noch hinterher. Die Wochen rasen gefühlt nur so dahin und es ist schon fast August.

August. Oh man.

Ich kann mich kaum an einen herbstlicheren Sommer erinnern als diesen.

Lichterkette, Tee, Parker und Gummistiefel. All das assoziert man eher nicht mit dem Monat Juli.

Das Wetter im Allgemeinen, aber auch ein paar kleine persönliche Tiefen in der letzten Woche haben mich zum Backen angeregt.

Ein B A N A N A B R E A D, das unverschämt lecker schmeckt und jede kleine Alltagspause versüßt.

Wie Weihnachten im Mund.

Gut für Herz und Seele.

weiterlesen

Zwischen den Welten

Heute hier- morgen dort.

Als ich vor 10 Jahren das erste Mal einen Fuß auf Leipziger Boden setzte, hatte ich keine Ahnung was mich erwarten würde – und vor allem nicht wie lange ich hier bleiben würde. Schnell die Ausbildung machen, und bloß schnell wieder weg. Das war der Plan. Aber dass Pläne nicht immer funktionieren, das muss ich wohl keinem erzählen.

weiterlesen