No Pants Today

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Thankful Thursday 4.

Wow.  Vier Blogposts in vier Wochen. Ich bin direkt von mir selbst beeindruckt 😂. Während Cecilia hier neben mir rumstrampelt und wie ein Delphin lacht, mach ich mich an meine Dankbarkeitsliste für diese Woche. Heute ist unser Mädchen schon sieben Wochen alt. Und das ist schon mal der erste Grund dankbar zu sein. Sie ist aus unserer Familie und unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Dankbar sind wir auch für ihre gute Entwicklung. Sie wächst und gedeiht überdurchschnittlich gut 😉.

Wofür ich noch dankbar bin: für Heimat und Familie. Und das sogar im Doppelpack. Sowohl im Norden als auch in Leipzig. Es ist halt alles eine Frage der Perspektive.

Dankbar für Freundschaft. Neue und alte Freunde.

Versorgung. Finanziell, materiell und spirituell.

Meinen neuen blauen Rock. Geschenkt – einfach so. Auch über Cecilia‘s Kleidung müssen wir uns nicht den Kopf zerbrechen. Wir wurden regelrecht überhäuft mit Geschenken und Leihgaben. #nichtselbstverständlich

Für ein super Urlaubsabgebot. Gesehen und gebucht.

Für Eiskaffee. In rauen Mengen.

Eine Million Pläne und Ideen. Für Blogposts, Masterstudiengänge, Geschäftsideen 😂, Reiseziele. Mein Kopf sprudelt über. Nichts ist schlimmer  als Routine.

Klar, hier ist nicht alles perfekt. Weit davon entfernt. Wir zanken, manchmal brüllen meine Kinder gleichzeitig wie verrückt. Essen wird kalt und nicht vergessen. Manchmal weine ich vor Überforderung und Stress. Die Uni kommt mehr als zu kurz. Aber ich weiß:

Dankbarkeit ändert einfach alles. Und deshalb will ich sie wählen. Zu jeder Zeit, in jedem Umstand. {1. Thes. 5,18}

 

Thankful Thursday |||…..

Am Samstag. Im Moment geht nichts mehr. Cecilia hat Bauchschmerzen X 1000 und die Uni-Deadlines rauben mir nachts den Schlaf.

 

Und trotzdem gibt es ganz schön viel zu danken.

  • super Autofahrt mit entspannten Kindern (und ohne Stau) 🙌🏻
  •  eine reparierte Klimaanlage (nach sieben Jahren.)
  •  super Ergebnisse bei Cecilia‘s U3 und Hörscreening. Gesundheit ist absolut nicht selbstverständlich.
  •  Frühstück und Zeit mit einer Kindheitsfreundin und ihrem Baby
  • Zeit in der Heimat. Zeit mit Familie. Weil nichts so sehr „Willkommen Zuhause sagt“ wie das Stück B73 zwischen der Abfahrt Heimfeld und Neu Wulmstorf. Ganz bestimmt nicht die schönste Ecke Hamburgs, aber vertraut und geliebt.
  • Kaffee. In allen Varianten.

Thankful Thursday II.

Eben in der Tram auf dem Weg nach Hause ist es mir siedend heiß eingefallen. Heute ist Donnerstag. Thankful Thursday. Da stehe ich also in der Straßenbahn, die Klimaanlage ist kaputt. Leo hat 40 Grad Fieber, draußen ist es immerhin 10 Grad kühler und Cecilia brüllt wie am Spieß. 20 Minuten lang. Die Mitfahrer sehen nicht glücklich aus. Sie denken an jeder Haltestelle wahrscheinlich innerlich: „Oh Herr, bitte  lass diese Frau mit den Flamingo-Shorts und dem schreienden Baby endlich aussteigen.“ Vielleicht sagen sie es auch laut zu ihrem Sitznachbarn.

Also steh ich da und zähle die Haltestellen und denke mir- ich will dankbar sein in allen Dingen. Auch wenn der Tag grad etwas aus dem Ruder läuft und meine Kinder scheinbar beide keine Fans der Hitze sind.

Heute bin ich (abgesehen davon, dass die Straßenbahnfahrt irgendwann zu Ende war) dankbar für:

  • einen Abend mit der besten Freundin, ohne Kinder. Mit Geständnissen und Tiefgang.
  • die nette (fremde) Mama im Freibad, die Cecilia rumgetragen hat, damit ich mich um Leo kümmern konnte. Es braucht wirklich ein Dorf, um Kinder großziehen zu können.
  • meine Lieblingshose, die nach 8. Monaten Suche wieder aufgetaucht ist.
  • einen tollen Betreuungsplatz für Leo. Absolut unkompliziert und ohne große Anstrengung. Wer in Leipzig Kinder hat, kann verstehen wovon ich rede.
  • meine Professorin, die eine mega Ausnahme für mich macht, damit ich an einem Seminar teilnehmen darf.
  • Eine Karte und ein Päckchen aus Schweden von einer besonderen Freundin.
  • Die „Good Mood“ Playlist bei Spotify mit der wir jeden Morgen in den Tag starten.

 

Wahrscheinlich hab ich wieder die Hälfte von dem vergessen, was in der letzen Woche Gutes passiert ist.  Trotz „Brüll-Tag“ gehe ich mit einem positiven Gefühl und dankbar in den Abend. Es ist so einfach, sich der Negativität hinzugeben, mürrisch zu sein und zu meckern.

Aber das Leben ist gut und uns geht es gut.

(Man muss bloß mal die Augen aufklappen.)

 

Thankful Thursday I.

„Be thankful in all things..“

In der letzten Woche ist mir eine neue Idee für den Blog gekommen.

Dankbarkeits-Donnerstag. Oder auch Thankful Thursday. Eine Rubrik in der ich regelmäßig donnerstag veröffentlichen möchte, wofür ich aktuell dankbar bin. Die kleinen, simplen Dinge des Alltags die so schnell übersehen oder vergessen werden.

Das mutmachende Wort, der spendierte Kaffee oder die nette Nachbarin.

Natürlich sind wir dankbar für die großen Dinge im Leben. Unser zweites Kind. Die verrückte Geburt. Unseren wilden Löwen. Die Wohnung. Bestandene Prüfungen. Aufträge. Versorgung. Familie.

Aber wie schnell verlieren wir dieses Gefühl der Dankbarkeit im Gewirr des täglichen Lebens. Eine kleine Sache läuft vielleicht nicht so, wie wir es uns vorgestellt haben, und schon ist der ganze Tag überschattet. Was schief läuft, erhält mehr Gewicht als die Dinge, die ganz selbstverständlich gut laufen.

Um diesem Phänomen entgegen zu wirken, starte ich nun den ersten offiziellen „Thankful Thursday.“

Heute bin ich dankbar für:

 

  • Eine eiskalte Cola im Kühlschrank, und den der sie da reingestellt hat. ♥
  • Die Frau in der Tram, die verständnisvoll lächelt und sagt „Bestimmt die Zähne“ als Leo wie am Spieß brüllt.
  • So viele Briefe, Karten und Geschenke zu Cecilia´s Geburt.
  • Einen Facharzttermin innerhalb von drei Tagen.
  • Die Sonne.
  • Bewahrung. Duplosteine können ganz schön gefährlich sein ;).
  • ♥ Freunde, die mich annehmen wie ich bin.
  • Kreative Gedanken und Zeit, sie umzusetzen.
  • Babies, die nachts gut schlafen.
  • Einsicht & Erkenntnis.
  • 1,5 h Zeit u n u n t e r b r o c h e n mit einer Freundin zu telefonieren.

 

Mehr als genug Gründe für Dankbarkeit- und dabei fällt mir bestimmt nur die Hälfte ein.

Schwangerschafts-Knigge..

… oder zehn Dinge, die man besser nicht zu einer werdenden Mutter sagen sollte.

Es scheint ein verbreitetes Phänomen zu sein, dass so manch einer im Ungang mit schwangeren Mitmenschen  seinen natürlichen Filter und  gute Manieren vergisst. Ungefragte Ratschläge und Horror-Geburtserlebnisse werden ausgepackt und einem wird permanent auf den Bauch gestarrt (im besten Fall).

Schon kurios, aber mit ein bisschen Abstand auch sehr, sehr lustig.

Hier ein Best-of der Sprüche, die ich in den letzten Monaten zu hören gekriegt habe.

  1. „War das geplant?“ Oder noch besser :“War das ein Unfall?“.
  2. „Zum Glück ein Mädchen. Dann seid ihr jetzt ja endlich durch mit der Familienplanung.“
  3.  „Dein Bauch ist doch viel zu klein. Der Arzt hat sich bestimmt verrechtnet.“
  4. „Dein Bauch ist ja riesig.“
  5.  „Vielleicht wird es ja doch noch ein Junge. Das wäre doch toll.“
  6. „Ein Junge wäre aber viel besser gewesen. Es weiß doch jeder, dass man sich nur mit Geschwistern des gleichen Geschlechts versteht.“ (Ach, echt ist das so?)
  7. „Was denkst Du, wann es losgeht?“ Leider habe bisher habe ich noch keine hellseherischen Fähigkeiten entwickelt. Tatsächlich hätte ich es selbst ganz gern gewusst. 😉
  8. „Ich habe mir überlegt, nennt ihn Max. So hieß mein Opa.“ (Es wird ein M ä d c h e n.)
  9. „Für die Kinder sind so kurze Abstände ja schön. Aber Sarah, Dein Leben ist dann v  o r b e i. Wer weiß schon, wann Du wieder aus dem Haus kannst.“
  10. „Na gut, aber mehr als zwei Kinder bitte nicht. Bloß nicht.“

 

Was man stattdessen sagen sollte: “ Herzlichen Glückwunsch.“ Das wäre immer eine gute, angemessene Antwort. Mehr ist gar nicht nötig.

(Alle diese Sätze habe ich tatsächlich so zu hören gekriegt, 85% davon von älteren Menschen auf die aus Gründen des Datenschutzes nicht weiter eingegangen  werden kann. )

Mal sehen wie es weitergeht, jetzt wo das Baby draußen ist. Es bleibt auf jeden Fall spannend.

 

(Image via Ecards.)