No Pants Today

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Autor: Sarah (Seite 2 von 6)

Kommt mit auf einen Roadtrip…

Zu allererst: wir lieben Roadtrips. Von ganzem Herzen. Wir haben uns quasi auf einer Autofahrt kennengelernt, saßen in unserer Dating- Phase oft bis 3:00 Uhr morgens im Auto vor meiner WG in Plagwitz und haben über Gott und die Welt gequatscht und sind sogar in unserem Auto ein Paar geworden. Wenn wir uns und unsere Ziele mal ein bisschen aus den Augen verlieren, hilft nichts so sehr wie vier Stunden zusammen Autobahn fahren nach Hamburg, meine Heimat.
Reden, diskutieren und analysieren. Lachen und Erinnerungen.

Ungefähr seit 80.000 km sind wir schon zusammen unterwegs.

Die A7 hoch und runter. Nach Amsterdam, Paris und Prag.

Zu Hochzeiten und Beerdigungen. Immer Zusammen.

Jetzt haben wir uns getraut mit unseren zwei Kindern das Abenteuer Roadtrip zu wagen.

Dies ist ein kleiner Erfahrungsbericht und unsere Tips für eine entspannte Zeit auf der Straße.

1. Der Weg ist das Ziel.
So sehr ich diesen Spruch auch nicht mehr hören mag, um so mehr passt er hier.

Stress und Zeitdruck haben auf einem Roadtrip einfach nichts verloren.

Mal spontan eine unbekannte Ausfahrt nehmen, und sich vorstellen wie es wäre dort zu leben, einsame Landstraßen mit leicht mulmigem Gefühl fahren, anhalten um Fotos von Sonnenblumenfeldern zu machen oder auf einem Rastplatz im Sonnenuntergang Fußball spielen.

Die vorbeiziehenden Landschaften genießen, das Gefühl von Freiheit und Mut.
Barcelona auf einem Schild zu lesen und sich zu fragen, wie es wäre, einfach weiter zu fahren. Spätabends in der Provence bei zirpenden Grillen und Lavendelgeruch beim goldenen M eine Juniortüte essen und wissen, man ist bald am Ziel. Vertrauen, dass alles gut wird und man irgendwann ankommt. Das macht einen perfekten Roadtrip aus.

2. Planen, Planen, Planen.

Dieser Punkt widerspricht zwar dem Freiheitsgefühl ein wenig, aber spätestens seit ich mal mit meiner Schwester neun Stunden in einer Vollsperrung feststeckte, weiß ich: Planung ist die halbe Miete. Genug Trinken und Verpflegung, eine Decke, Ladekabel, ein paar Aspirin und natürlich ein voller Tank sollten immer am Start sein.

In Frankreich hat uns plötzlich unser Navigationsgerät im Stich gelassen und wir mussten ganz altmodisch auf den Straßenatlas zurückgreifen.

Zum Glück hatten wir ihn dabei. Sonst wären wir vielleicht noch nicht wieder Zuhause.

Unter diesen Punkt fällt auch die Routenplanung. Wo übernachtet man? Welche Freunde kann man auf dem Weg besuchen? Liegt vielleicht eine Stadt in der Nähe der Strecke, die man schon immer mal sehen wollte?

Dieses Mal haben wir es geschafft bei meiner ehemaligen Mitbewohnerin in Karlsruhe eine Lasagne abzustauben, in einem zauberhaften Airbnb in der Schweiz zu übernachten und uns von dem Lebensstil unserer Gastgeber inspirieren zu lassen.

Annecy und Colmar konnte ich endlich von meiner „Bucketlist“ streichen und habe mich besonders in letzteres verliebt. Ich habe bestimmt schon einige Fehler in meinem Leben gemacht, aber einen Umweg zu machen um Colmar zu sehen, gehört nicht dazu.

Zum perfekten Abschluss sind wir noch ein paar Tage im Süden von Deutschland bei unseren Freunden geblieben und konnten ein bisschen von ihrem Alltag miterleben.

3. Entertainment

Irgendwann geht selbst den größten Quasselstrippen der Gesprächsstoff aus, die Fahrt zieht sich wie Kaugummi und man fragt sich ob man jemals ankommen wird. Wir haben mittlerweile ein paar etablierte Roadtrip-Spiele, ungefähr so wie Ted und Marshall in „How I met your mother“ #sitchdog. Dieses Mal haben wir auch Black Stories für uns entdeckt.

Für eine super gelungenen Roadtrip ist meiner Meinung nach die Musik das allerwichtigste (abgesehen vom Beifahrer ). Mumford & Sons, Bruce Springsteen, Philipp Poisel, Clueso, Coeur de Pirat, Tex, Bosse, Simon & Garfunkel und die Beach Boys gehen immer.

Und was ist mit den Kindern? Im besten Fall verschlafen sie den Großteil der Fahrt, aber man sollte auf jeden Fall einen großen Zeitpuffer für viel Verschnauf- und Bewegungspausen einplanen.

Außerdem haben wir für Leo ein paar neue Spielzeuge und Bücher besorgt und ihn damit während der Fahrt immer wieder bei Laune gehalten.

Viele, viele Snacks sind da auch sehr hilfreich.

Wir vier hatten einen wirklich ganz wunderbaren ersten Roadtrip als Familie und werden bald wieder auf große Fahrt gehen.

{Ziel dieser Reise war übrigens die traumhafte Camargue, aber die verdient einen eigenen Blogpost.}

Thankful thursday Part 5.

Eigentlich müsste hier eine dicke fette sechs stehen. Immerhin ist es sechs Wochen her, seit ich mit „Thankful Thursday gestartet bin. Letzte Woche habe ich geschlunzt und nur eine Miniversion auf Instagram veröffentlicht. Nicht weil ich undankbar war, im Gegenteil.

Nur die liebe Zeit fehlt im Moment an allen Ecken und Enden, aber wie ich immer sage:

(Und dabei bin ich noch nicht mal ein besonders großer Fan von ihr ;))

 

Wofür ich also diese Woche dankbar bin:

Mein Handy. Das mag jetzt ganz schön verrückt klingen, aber es war diese Woche für einen Tag verschwunden und das hat eine immense Auswirkung auf mich gehabt. Erstens wurde mir mal wieder aufgezeigt, wie abhängig ich von diesem kleinen Teil bin, zweitens wurde mir klar gemacht dass ich unbedingt meine Bilder sichern muss und drittens dass ich viel zu schluderig mit meinen Sachen umgehe. Eine Lektion mit voller Wirkungsgewalt.

Es lag am Ende unter Leo´s Autositz.

Außerdem bin ich mega dankbar, einige Haken an größere Uni-Aufgaben setzen zu können. Blockseminar geschafft, einen spannenden Praktikumsplatz in Aussicht und vor allem einen ganz großen Durchbruch in meinem Praxismodul. In den letzten Wochen habe ich sehr daran gezweifelt, ob es schlau war, kein Urlaubssemester zu machen. Zu wenig Zeit, ein Kleinkind, ein Neugeborenes und SSPS-Ahnunglosigkeit ließen mich schier verzweifeln.

Manchmal hätte ich am liebsten alles hingeschmissen. Gott sei Dank! habe ich aber eine schlaue und begabte Psychologin-Freundin, die ihr Wissen mit mir geteilt hat und so sehr geholfen hat.  Ich bin gern Mama UND Studentin, und bin froh über jeden, der mich dabei unterstützt.

Eine andere Freundin hat mich diese Woche fast zu Tränen gerührt. Wir haben uns nach längerer Zeit wieder getroffen und saßen in einem Café. Sie holte verschieden Umschläge und Päckchen aus ihrem Rucksack und sagte “ Das ist noch Dein Geburtstagsgeschenk. Das ist für Cecilia. Den Magneten habe ich aus Amsterdam mitgebracht. Und das Buch habe ich bei Amazon gesehen und habe es sofort für dich bestellt, weil ich an Deinen Traum glaube.“

Boom. Da war ich erstmal sprachlos. Sie hat mir ein Buch über Online-Marketing gekauft, weil sie möchte das mein Blog Erfolg hat. Dieser hier. In dem ich einmal alle Jubeljahre einen Mini-Artikel veröffentliche. Weil sie an mich glaubt. Und so ein Mensch möchte ich auch sein. Ich habe schon sehr oft erlebt, das Menschen die Träume anderer nicht ernst nehmen. Ihnen Zweifel einreden oder sie indirekt verspotten. Oftmals haben diese Menschen keine Träume mehr, oder trauen sich nicht diese laut auszusprechen. Ungefähr einmal die Woche guckt mich jemand mit großen Augen an, wenn ich sage, dass ich mich jedes Jahr fürs Medizinstudium bewerbe- und Landarzt werden will. Das werde ich auch noch so oft machen, bis ich einen Zulassungsbescheid im Briefkasten habe. Egal wie alt ich dann bin- und unabhängig davon wie viele Kinder ich dann haben werde.

Und genau das ist ein Grund, warum ich „Thankful Thursday“ so mag. Weil ich merke wie es meine Perspektive verändert und meinen Blick für die kleinen Dinge im Alltag schult. Weil es meinen Blick weg lenkt, von den negativen Kommentaren. Von den schwierigen Situationen. Es ist nicht alles Gold was glänzt. Aber ich merke, wie ich ganz bewusst nach Dingen suche, für die ich dankbar sein darf. Montag habe ich gelesen : Dies ist deine Erinnerung daran, dass Du darfst. Nicht dass Du musst.“

Und genau so ist es. Ich muss nicht lernen. Ich darf. Ich muss nicht die Wäsche aufhängen, ich darf die Wäsche aufhängen weil mir Menschen anvertraut sind und wir reich genug sind, um mehr als genug Kleidung zu haben (nur ein Beispiel weil Wäscheaufhängen meine absolute Hass-Haushaltsaufgabe ist, in Wirklichkeit macht es Richard ganz oft).  Das könnte man ewig so weiterführen.

 

 

Thankful Thursday 4.

Wow.  Vier Blogposts in vier Wochen. Ich bin direkt von mir selbst beeindruckt 😂. Während Cecilia hier neben mir rumstrampelt und wie ein Delphin lacht, mach ich mich an meine Dankbarkeitsliste für diese Woche. Heute ist unser Mädchen schon sieben Wochen alt. Und das ist schon mal der erste Grund dankbar zu sein. Sie ist aus unserer Familie und unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Dankbar sind wir auch für ihre gute Entwicklung. Sie wächst und gedeiht überdurchschnittlich gut 😉.

Wofür ich noch dankbar bin: für Heimat und Familie. Und das sogar im Doppelpack. Sowohl im Norden als auch in Leipzig. Es ist halt alles eine Frage der Perspektive.

Dankbar für Freundschaft. Neue und alte Freunde.

Versorgung. Finanziell, materiell und spirituell.

Meinen neuen blauen Rock. Geschenkt – einfach so. Auch über Cecilia‘s Kleidung müssen wir uns nicht den Kopf zerbrechen. Wir wurden regelrecht überhäuft mit Geschenken und Leihgaben. #nichtselbstverständlich

Für ein super Urlaubsabgebot. Gesehen und gebucht.

Für Eiskaffee. In rauen Mengen.

Eine Million Pläne und Ideen. Für Blogposts, Masterstudiengänge, Geschäftsideen 😂, Reiseziele. Mein Kopf sprudelt über. Nichts ist schlimmer  als Routine.

Klar, hier ist nicht alles perfekt. Weit davon entfernt. Wir zanken, manchmal brüllen meine Kinder gleichzeitig wie verrückt. Essen wird kalt und nicht vergessen. Manchmal weine ich vor Überforderung und Stress. Die Uni kommt mehr als zu kurz. Aber ich weiß:

Dankbarkeit ändert einfach alles. Und deshalb will ich sie wählen. Zu jeder Zeit, in jedem Umstand. {1. Thes. 5,18}

 

Thankful Thursday |||…..

Am Samstag. Im Moment geht nichts mehr. Cecilia hat Bauchschmerzen X 1000 und die Uni-Deadlines rauben mir nachts den Schlaf.

 

Und trotzdem gibt es ganz schön viel zu danken.

  • super Autofahrt mit entspannten Kindern (und ohne Stau) 🙌🏻
  •  eine reparierte Klimaanlage (nach sieben Jahren.)
  •  super Ergebnisse bei Cecilia‘s U3 und Hörscreening. Gesundheit ist absolut nicht selbstverständlich.
  •  Frühstück und Zeit mit einer Kindheitsfreundin und ihrem Baby
  • Zeit in der Heimat. Zeit mit Familie. Weil nichts so sehr „Willkommen Zuhause sagt“ wie das Stück B73 zwischen der Abfahrt Heimfeld und Neu Wulmstorf. Ganz bestimmt nicht die schönste Ecke Hamburgs, aber vertraut und geliebt.
  • Kaffee. In allen Varianten.

Thankful Thursday II.

Eben in der Tram auf dem Weg nach Hause ist es mir siedend heiß eingefallen. Heute ist Donnerstag. Thankful Thursday. Da stehe ich also in der Straßenbahn, die Klimaanlage ist kaputt. Leo hat 40 Grad Fieber, draußen ist es immerhin 10 Grad kühler und Cecilia brüllt wie am Spieß. 20 Minuten lang. Die Mitfahrer sehen nicht glücklich aus. Sie denken an jeder Haltestelle wahrscheinlich innerlich: „Oh Herr, bitte  lass diese Frau mit den Flamingo-Shorts und dem schreienden Baby endlich aussteigen.“ Vielleicht sagen sie es auch laut zu ihrem Sitznachbarn.

Also steh ich da und zähle die Haltestellen und denke mir- ich will dankbar sein in allen Dingen. Auch wenn der Tag grad etwas aus dem Ruder läuft und meine Kinder scheinbar beide keine Fans der Hitze sind.

Heute bin ich (abgesehen davon, dass die Straßenbahnfahrt irgendwann zu Ende war) dankbar für:

  • einen Abend mit der besten Freundin, ohne Kinder. Mit Geständnissen und Tiefgang.
  • die nette (fremde) Mama im Freibad, die Cecilia rumgetragen hat, damit ich mich um Leo kümmern konnte. Es braucht wirklich ein Dorf, um Kinder großziehen zu können.
  • meine Lieblingshose, die nach 8. Monaten Suche wieder aufgetaucht ist.
  • einen tollen Betreuungsplatz für Leo. Absolut unkompliziert und ohne große Anstrengung. Wer in Leipzig Kinder hat, kann verstehen wovon ich rede.
  • meine Professorin, die eine mega Ausnahme für mich macht, damit ich an einem Seminar teilnehmen darf.
  • Eine Karte und ein Päckchen aus Schweden von einer besonderen Freundin.
  • Die „Good Mood“ Playlist bei Spotify mit der wir jeden Morgen in den Tag starten.

 

Wahrscheinlich hab ich wieder die Hälfte von dem vergessen, was in der letzen Woche Gutes passiert ist.  Trotz „Brüll-Tag“ gehe ich mit einem positiven Gefühl und dankbar in den Abend. Es ist so einfach, sich der Negativität hinzugeben, mürrisch zu sein und zu meckern.

Aber das Leben ist gut und uns geht es gut.

(Man muss bloß mal die Augen aufklappen.)