No Pants Today

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Autor: Sarah (Seite 1 von 6)

Enjoy the wait..

(Ich musste meinen Laptop eben buchstäblich von einer dicken Schicht Staub befreien. Es war so viel los in den letzten Wochen, und irgendwie auch nichts. Ich habe mich selbst blockiert und ausgebremst. Aber es geht wieder weiter. Jetzt und hier. Der Text ist schon etwas älter, aber er passt immer noch. Meine Note habe ich inzwischen, jetzt warte ich auf das Thema meiner Abschlussarbeit und dann bald auf Antworten wie es nach meinem Abschluss weitergeht. Auf irgendwas wartet man ja eigentlich immer.)

Ein paar Gedanken zum Warten.

Zur Zeit fühlt es sich so an, als sei ich in einer endlosen Warteschleife gefangen.

Ich warte auf Prüfungsergebnisse, Geld, Briefe, Bestellungen und noch einiges mehr.

Vor allem warte ich auf meine Statistiknote.

In den letzten Wochen habe ich häufiger F5 gedrückt, als mein Baby und das sagt eigentlich schon alles.

Das Warten lähmt und bremst mich regelrecht aus. Eine Blockade in allen Bereichen.

Anstatt die Tage und die Zeit zu genießen, versuche ich verzweifelt den nächsten Schritt zu erzwingen. Die Gedanken drehen sich im Kreis. Nichts geht vor, und nichts zurück.

An diesem Prüfungsergebnis hängt zwar viel, aber es definiert weder wer ich bin noch meine Zukunft. Es ist relevant, aber nicht lebensentscheidend.

Und irgendwann in den letzten Tagen, hörte ich eine Stimme die sagt „Enjoy the wait“.

Warten und genießen? Das passt doch nicht zusammen.

Oder vielleicht doch?

 

Das Ergebnis wird schon kommen. Und dann geht der Stress erst richtig los, weil dann meine Abschlussarbeit beginnt oder ich eben noch mal Testkonstruktion belegen muss.

Wie oft legen wir Menschen unseren Fokus auf die eine Sache die wir (noch) nicht haben?

Stets und ständig.

Wir warten auf Zusagen, SMS, Antworten.

Beförderungen.

Heiratsanträge.

So oft stehen wir mit dem einem Bein und unserem Kopf bereits in der Zukunft und verpassen dabei völlig das Hier und Jetzt.

Wir wollen den Film vor-spulen, ins nächste Level katapultiert werden und möglichst nicht zu lange warten.

Wie oft sehnen wir uns nach dem nächsten Kapitel und übersehen dabei die Verantwortung und den Verlust von Freiheiten, die der nächste Schritt vielleicht mit sich bringt?

Manchmal sehnt man sich sogar zurück in die Zeit des Wartens.

Ich will mich selbst ermahnen. Zur Ruhe. Schluss mit der Rastlosigkeit.

Das Unbekannte auszuhalten. Vertrauen zu haben. Warten ist etwas, was meiner Generation nicht leicht fällt. Wir drücken auf Knöpfe, und die Dinge funktionieren. Wir googeln und kriegen Antworten. Aber Stille auszuhalten, unbeantwortete Fragen sind fast unerträglich.

Dabei liegt in dem Warten liegen so viele Möglichkeiten.

Zu wachsen. Zu lernen.

Und das Gute ist: auch das längste Warten geht irgendwann vorbei.

Also Schluss mit F5. Hinaus zurück ins wahre Leben.

 

(Bilder via Morgan Harper Nichols. Ich liebe ihre Gedichte und Art ihren Glauben ganz künstlerisch Auszudrücken.)

Auf Euch Mamas!!

Die Idee für diesen Blogpost hatte ich schon vor ein paar Wochen. Auf dem Rückweg von unserem Sommerurlaub halten wir traditionell bei unseren Freunden im Schwabenländle an. Unsere Freunde haben Zwillinge. Sie sind  ganz wunderbare Jungs.  Wild und fröhlich und dreieinhalb. Eines Nachmittags saßen wir im Garten und haben Kaffee getrunken. Ich habe meine Freundin angeschaut, und dachte mir, wie wahnsinnig stolz ich auf sie bin. Sie macht das alles so gut.  Liebevoll und geduldig. Und trotzdem weiß ich, dass sie oft an ihre Grenzen stößt und an ihren Qualitäten als Mutter zweifelt. Woher ich das weiß? Weil ich es fühlen kann. Weil es mir nicht anders geht. Jeden Abend liege ich im Bett und gehe in Gedanken den Tag durch. Ich gebe mir selbst Noten. Ich sage zu Richard „Heute war ich zu 85% eine gute Mama.“ 15% Abzug für Ungeduld, zu viel Meckern und einen kurzen Wutausbruch. Und das ist ein guter Tag.

Die letze Woche war irgendwie sehr hart. Die Eingewöhnung von Leo läuft so gut, aber meinem Herzen fällt es schwer loszulassen und hinter all der Veränderung hinterherzukommen. Anstatt ermutigt zu werden, wird man gefühlt stündlich mit Vorwürfen überhäuft. Irgendwie passen wir in kein Raster. Für unseren Kinderarzt und viele Berufstätige Mamas sind wir ein Jahr zu spät dran mit dem Kita-Start und für unser Umfeld ein Jahr zu früh. Aber muss man in ein Raster passen? Warum sagen wir einander nicht die guten Dinge, die uns auffallen? Warum unterstützen wir einander nicht mehr und spornen uns an die beste Mama/Frau/Studentin/ Mensch zu sein, die wir eben sein können? Warum müssen wir a l l e s kommentieren und vergleichen? Ich will mich davon gar nicht freisprechen.

Wir sind doch gemeinsam auf dieser Reise, warum verhalten wir uns wie im Krieg? Warum maßen wir es uns an, die Entscheidungen die Eltern für ihr Kind treffen, zu bewerten ohne eine Meile in ihren Schuhen gelaufen zu sein?

Jedes Kind ist anderes und auch jede Mama. Wir geben doch alle irgendwie unser Bestes und wollen unsere Kinder gesund und glücklich aufwachsen sehen. Mir persönlich fällt es so schwer, Leo loszulassen – aber es ist Teil des Elternseins. Ob er jetzt zwei, vier, sechs oder sechzehn ist- ich werde mich immer um ihn (und seine Schwester) sorgen und mich fragen ob ich alles richtig mache.

Statt mich auf die negativen Stimmen zu fokussieren und mich ständig zu rechtfertigen, will ich anders sein. Ich steige aus dem Vergleich-und Kritik-Zug aus. Ich will Mütter, Frauen und eigentlich jeden den ich treffe ermutigen. Feuer anfachen, statt ersticken. Zuhören statt ungefragt Ratschläge zu geben. Wir haben doch selbst schon mehr als genug Zweifel und Unsicherheit im Herzen und brauchen vielmehr jemanden der einfach nur sagt „Du machst das gut.“ Und genau deshalb dieser Blogartikel. Wenn ich mich umschaue, sehe ich so wunderbare Mamas in meinem Umfeld.

Ich möchte Euch feiern, auf Euch anstoßen. Ich sehe Euch ganz genau vor mir mit all Euren Facetten und Farben.

Wie wunderbar Ihr Eure Kinder aufzieht, begleitet und prägt.

Ich sehe meine Freundin, die neben drei Kindern noch ihren Masterabschluss gemacht hat und einer der hilfsbereiten Menschen ist, den ich kenne.

Ich sehe Leos Patentante vor mir, meine beste Freundin, die so lustig ist und stundenlang mit ihrem und meinen Kindern spielt und sogar jeden Tag frischen Brei gekocht hat.

Meine Schwägerinnen die so liebevoll und bedürfnisorientiert erziehen, aber dennoch so unterschiedlich und individuell sind.

Ich sehe meine Freundin, die immer alles versteht und so geduldig ist. Die mit ihren Kindern auf Augenhöhe lebt.

Ich sehe die Mama, die alleinerziehend ist und einfach nur versucht zu überleben. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Die berufstätige Mama, die Karriere macht und trotzdem immer mit dem Herzen bei ihrem Kind in der Kita ist.

Die Studentenmama, die sich durch die Uni quält um danach schnellstmöglich zu ihren Kindern zu rasen.

Die Pflegemamas, Adoptivmamas, die Mamas von kranken Kindern.

Ich sehe Euch. Ihr inspiriert mich. Ihr macht einen fabelhaften Job.

Und nein, heute ist nicht Muttertag. Heute ist einfach nur ein ganz normaler Dienstag, an dem Ihr alles für die kleinen Menschen in Eurem Leben gebt, eigene Bedürfnisse zurücksteckt und Euch wahrscheinlich selbst in Frage stellt.

Ihr macht das toll. Weiter so.

10. Jahre Leipzig- 10 Lieblingsorte

Via Youtube.

Heute ist mein zehnter Jahrestag. Nein, nicht von Richard und mir. Heute bin ich seit zehn Jahren in Leipzig. Völlig verrückt, wenn ihr mich fragt. Ich weiß noch ganz genau, wer ich war als ich hier angekommen bin.

{Jung, naiv und idealistisch.}

Ich wollte so schnell wie möglich wieder weg, maximal die drei Jahre Ausbildung absitzen und dann wieder in die große weite Welt entschwinden. Nein, es war wirklich keine Liebe auf den ersten Blick.

Meine norddeutschen Freunde hatten immer etwas Mitleid mit mir, wer freiwillig in den Osten geht, mit dem kann doch etwas nicht so ganz stimmen. Skepsis und Vorurteile gegenüber meines neuen Wohnortes waren an der Tagesordnung, und auch bei mir floss die eine oder andere Träne. (Ok, sie hätten wahrscheinlich den Cospudener See füllen können.)
Damals gab es noch kein „Hypezig“, kein „Lindenow“ und keine Artikel im New Yorker, dass Leipzig das neue Berlin sei.

Wohnungen wurden einem quasi hinter her geworfen, von der ersten Liga hätte man nicht mal zu träumen gewagt und auch sonst war noch alles ziemlich anders.

Insbesondere mein Stötteritzer Nachbar, ein älterer Mann, sorgte in diesen Tagen für einige Verwirrung bei mir. Fast jeden Tag traf ich ihn im Hausflur und verstand kaum ein Wort von dem was er (mit starkem Dialekt) sagte. ? Aufgrund der zwei riesigen Doggen, seiner Muskelshirts und Leoparden-Leggins nannte ich ihn fortan den „Leoparden-Opa“. Ich hab ihn nie vergessen.

Wenn ich an die letzten zehn Jahre denke, fallen mir vor allem die Menschen ein, die meinen Weg begleitet haben. Die Freundinnen, die meine Hand gehalten haben, als ich von der Liebe so richtig eins auf die Fresse bekommen habe. Der Tag als mein Blinddarm entzündet war und meine französische Freundin Sarah nachts in der Notaufnahme bei mir saß, mich beruhigte und Anatomie für ein Testat am nächsten morgen lernte. Der Blinddarm ist Geschichte, aber unsere Freundschaft ist es nicht.

Mit Eugen Epp im Werk II. bei Tex, Lena und ihre Katze Jenny, Daniela und unsere New York Reise, die wunderbare Anne. So tolle Freunde, die ich ohne Leipzig nie kennengelernt hätte und absolut nicht missen möchte.

Leipzig scheint ein Magnet für tolle Menschen zu sein, denn auch jetzt noch lerne ich ständig neue, wunderbare Leute kennen.

❤️

Die ersten Jahre in Leipzig könnte man auch als Sturm und Drang Zeit beschreiben. Eine vermeintliche „Katastrophe“ folgte der nächsten, die Partys waren legendär, ebenso wie unsere Abende am See oder im Park. Man war nie allein und ständig in einer großen Gruppe von Freunden unterwegs. Wir fühlten uns lebendig, frei und alles war möglich. Meine besten Freunde aus dieser Zeit haben alle Leipzig V I E L mehr geliebt als ich. Trotzdem bin ich noch da, und sie hat es in alle Teile Deutschlands und sogar nach Schweden getrieben.

Warum? Weil man viele Pläne machen kann, aber in wen man sich verliebt kann man  einfach nicht planen.

Das passiert eben meistens genau dann, wenn man am wenigsten damit rechnet.

So sitze ich hier neben meinem Urleipziger Mann und meinen zwei Leipziger Kindern und freu mich, dass es manchmal eine Liebe auf den zweiten Blick gibt. In diesem Fall ist es Leipzig.

Damit Ihr vielleicht auch noch etwas neues entdeckt, sind hier meine zehn Lieblingsorte in Leipzig :

1. Der Zoo.

Der Leipziger Zoo ist einfach besonders schön und liebevoll gestaltet, im Palmensaal gibt es das leckerste Frühstück und die beste Pizza. Am Ausgang im Godwanaland gibt es unser Lieblingseis und wenn ich die Giraffen und dahinter das Rosental sehe, fühle ich mich wie im Urlaub.

2. Die Albertina

Via Google Images.

Ich liebe diesen Ort. Wenn ich hier lerne, fühle ich mich wie Rory Gilmore. Es ist einfach ein toller Ort um an seinem Unikram zu arbeiten, sich gegenseitig mit Kaffee und Quatsch vom Lernen abzuhalten und sich zu motivieren.

3. Plagwitz und das Kartoffelfräulein.

Plagwitz. Mein Lieblingsstadtteil.

Via Prinz.de

Die Spinnerei, den Kanal, das kreative Flair. Im Kartoffelfräulein essen wir so gern. Schaut mal dort vorbei.

4. Connewitz (Insbesondere das Elisabeth-Krankenhaus ?).

Klingt vielleicht komisch, aber ich liebe Krankenhäuser. Und das, wo meine beiden Kinder zur Welt kamen ganz besonders. Ich werde immer so emotional, wenn wir durch Connewitz fahren. Der Wildpark ist wunderschön und im Werk II gibt es einen tollen Weihnachtsmarkt.

Via http://www.ek-leipzig.de/

 

5. Starbucks am Augustusplatz

Kaffeetrinken gehen ist sowieso mein Hobby und ich mag es, dass ich überall auf der Welt das gleiche trinken kann. Das gibt mir irgendwie ein Gefühl von Sicherheit und Zuhause. Die Location ist super, denn sie ist a. zentral b. einen Katzensprung von meinem Lieblingsladen entfernt und c. super um Leute zu beobachten.

6. Die Karli

Im Alcapulco auf der Hollywoodschaukel sitzen, Tacos essen und vom Tag erzählen, es gibt nichts besseres.

7. Waldstraßenviertel

Abends durch das Rosental und die Leibnizstrasse schlendern, bei „Eugen-Eis“ Softeis essen und das Leben genießen. Wir haben dreieinhalb Jahre in diesem schönen Viertel gewohnt und ich finde es ist eines der schönsten in Leipzig.

8. Hans-Poeche-Str. 11.

Hier haben wir geheiratet, ich hab meine beste Freundin Hanna kennengelernt und so viele andere wundervolle Menschen getroffen. Unsere Heimat!

9. Das Lieblingswerk.

Ich könnte jeden Tag hier Porzellan bemalen, Kaffee trinken und künstlerisch tätig sein. Absolute Empfehlung an alle kreativen Herzen.

10. Mein Zuhause. Wir wohnen zur Zeit in einer umgebauten Fabrik, und ich liebe es. Ich freu mich jeden Tag, wenn ich nach Hause komme über unsere Wohnung und die Menschen mit denen ich sie teile.

Oh man, das war echt schwer. Leipzig ist aber auch wirklich eine tolle Stadt. Die Seen, die Parks, die Innenstadt. Mein Lieblingscafé ist übrigens das Jeepney in Gohlis, leider schaffe ich es viel zu selten in diese Ecke. Heimlicher Traum von uns ist es, so ein Café zu eröffnen. Softeis, Waffeln und frische Crêpes. Vielleicht eines Tages..

Wo ich tatsächlich noch nie war? In Thekla, auf dem Fockeberg und im Theater. Das steht auf meiner Leipzig-To-Do-Liste.

Was ist Euer Lieblingsort?

 

Kommt mit auf einen Roadtrip…

Zu allererst: wir lieben Roadtrips. Von ganzem Herzen. Wir haben uns quasi auf einer Autofahrt kennengelernt, saßen in unserer Dating- Phase oft bis 3:00 Uhr morgens im Auto vor meiner WG in Plagwitz und haben über Gott und die Welt gequatscht und sind sogar in unserem Auto ein Paar geworden. Wenn wir uns und unsere Ziele mal ein bisschen aus den Augen verlieren, hilft nichts so sehr wie vier Stunden zusammen Autobahn fahren nach Hamburg, meine Heimat.
Reden, diskutieren und analysieren. Lachen und Erinnerungen.

Ungefähr seit 80.000 km sind wir schon zusammen unterwegs.

Die A7 hoch und runter. Nach Amsterdam, Paris und Prag.

Zu Hochzeiten und Beerdigungen. Immer Zusammen.

Jetzt haben wir uns getraut mit unseren zwei Kindern das Abenteuer Roadtrip zu wagen.

Dies ist ein kleiner Erfahrungsbericht und unsere Tips für eine entspannte Zeit auf der Straße.

1. Der Weg ist das Ziel.
So sehr ich diesen Spruch auch nicht mehr hören mag, um so mehr passt er hier.

Stress und Zeitdruck haben auf einem Roadtrip einfach nichts verloren.

Mal spontan eine unbekannte Ausfahrt nehmen, und sich vorstellen wie es wäre dort zu leben, einsame Landstraßen mit leicht mulmigem Gefühl fahren, anhalten um Fotos von Sonnenblumenfeldern zu machen oder auf einem Rastplatz im Sonnenuntergang Fußball spielen.

Die vorbeiziehenden Landschaften genießen, das Gefühl von Freiheit und Mut.
Barcelona auf einem Schild zu lesen und sich zu fragen, wie es wäre, einfach weiter zu fahren. Spätabends in der Provence bei zirpenden Grillen und Lavendelgeruch beim goldenen M eine Juniortüte essen und wissen, man ist bald am Ziel. Vertrauen, dass alles gut wird und man irgendwann ankommt. Das macht einen perfekten Roadtrip aus.

2. Planen, Planen, Planen.

Dieser Punkt widerspricht zwar dem Freiheitsgefühl ein wenig, aber spätestens seit ich mal mit meiner Schwester neun Stunden in einer Vollsperrung feststeckte, weiß ich: Planung ist die halbe Miete. Genug Trinken und Verpflegung, eine Decke, Ladekabel, ein paar Aspirin und natürlich ein voller Tank sollten immer am Start sein.

In Frankreich hat uns plötzlich unser Navigationsgerät im Stich gelassen und wir mussten ganz altmodisch auf den Straßenatlas zurückgreifen.

Zum Glück hatten wir ihn dabei. Sonst wären wir vielleicht noch nicht wieder Zuhause.

Unter diesen Punkt fällt auch die Routenplanung. Wo übernachtet man? Welche Freunde kann man auf dem Weg besuchen? Liegt vielleicht eine Stadt in der Nähe der Strecke, die man schon immer mal sehen wollte?

Dieses Mal haben wir es geschafft bei meiner ehemaligen Mitbewohnerin in Karlsruhe eine Lasagne abzustauben, in einem zauberhaften Airbnb in der Schweiz zu übernachten und uns von dem Lebensstil unserer Gastgeber inspirieren zu lassen.

Annecy und Colmar konnte ich endlich von meiner „Bucketlist“ streichen und habe mich besonders in letzteres verliebt. Ich habe bestimmt schon einige Fehler in meinem Leben gemacht, aber einen Umweg zu machen um Colmar zu sehen, gehört nicht dazu.

Zum perfekten Abschluss sind wir noch ein paar Tage im Süden von Deutschland bei unseren Freunden geblieben und konnten ein bisschen von ihrem Alltag miterleben.

3. Entertainment

Irgendwann geht selbst den größten Quasselstrippen der Gesprächsstoff aus, die Fahrt zieht sich wie Kaugummi und man fragt sich ob man jemals ankommen wird. Wir haben mittlerweile ein paar etablierte Roadtrip-Spiele, ungefähr so wie Ted und Marshall in „How I met your mother“ #sitchdog. Dieses Mal haben wir auch Black Stories für uns entdeckt.

Für eine super gelungenen Roadtrip ist meiner Meinung nach die Musik das allerwichtigste (abgesehen vom Beifahrer ). Mumford & Sons, Bruce Springsteen, Philipp Poisel, Clueso, Coeur de Pirat, Tex, Bosse, Simon & Garfunkel und die Beach Boys gehen immer.

Und was ist mit den Kindern? Im besten Fall verschlafen sie den Großteil der Fahrt, aber man sollte auf jeden Fall einen großen Zeitpuffer für viel Verschnauf- und Bewegungspausen einplanen.

Außerdem haben wir für Leo ein paar neue Spielzeuge und Bücher besorgt und ihn damit während der Fahrt immer wieder bei Laune gehalten.

Viele, viele Snacks sind da auch sehr hilfreich.

Wir vier hatten einen wirklich ganz wunderbaren ersten Roadtrip als Familie und werden bald wieder auf große Fahrt gehen.

{Ziel dieser Reise war übrigens die traumhafte Camargue, aber die verdient einen eigenen Blogpost.}

Thankful thursday Part 5.

Eigentlich müsste hier eine dicke fette sechs stehen. Immerhin ist es sechs Wochen her, seit ich mit „Thankful Thursday gestartet bin. Letzte Woche habe ich geschlunzt und nur eine Miniversion auf Instagram veröffentlicht. Nicht weil ich undankbar war, im Gegenteil.

Nur die liebe Zeit fehlt im Moment an allen Ecken und Enden, aber wie ich immer sage:

(Und dabei bin ich noch nicht mal ein besonders großer Fan von ihr ;))

 

Wofür ich also diese Woche dankbar bin:

Mein Handy. Das mag jetzt ganz schön verrückt klingen, aber es war diese Woche für einen Tag verschwunden und das hat eine immense Auswirkung auf mich gehabt. Erstens wurde mir mal wieder aufgezeigt, wie abhängig ich von diesem kleinen Teil bin, zweitens wurde mir klar gemacht dass ich unbedingt meine Bilder sichern muss und drittens dass ich viel zu schluderig mit meinen Sachen umgehe. Eine Lektion mit voller Wirkungsgewalt.

Es lag am Ende unter Leo´s Autositz.

Außerdem bin ich mega dankbar, einige Haken an größere Uni-Aufgaben setzen zu können. Blockseminar geschafft, einen spannenden Praktikumsplatz in Aussicht und vor allem einen ganz großen Durchbruch in meinem Praxismodul. In den letzten Wochen habe ich sehr daran gezweifelt, ob es schlau war, kein Urlaubssemester zu machen. Zu wenig Zeit, ein Kleinkind, ein Neugeborenes und SSPS-Ahnunglosigkeit ließen mich schier verzweifeln.

Manchmal hätte ich am liebsten alles hingeschmissen. Gott sei Dank! habe ich aber eine schlaue und begabte Psychologin-Freundin, die ihr Wissen mit mir geteilt hat und so sehr geholfen hat.  Ich bin gern Mama UND Studentin, und bin froh über jeden, der mich dabei unterstützt.

Eine andere Freundin hat mich diese Woche fast zu Tränen gerührt. Wir haben uns nach längerer Zeit wieder getroffen und saßen in einem Café. Sie holte verschieden Umschläge und Päckchen aus ihrem Rucksack und sagte “ Das ist noch Dein Geburtstagsgeschenk. Das ist für Cecilia. Den Magneten habe ich aus Amsterdam mitgebracht. Und das Buch habe ich bei Amazon gesehen und habe es sofort für dich bestellt, weil ich an Deinen Traum glaube.“

Boom. Da war ich erstmal sprachlos. Sie hat mir ein Buch über Online-Marketing gekauft, weil sie möchte das mein Blog Erfolg hat. Dieser hier. In dem ich einmal alle Jubeljahre einen Mini-Artikel veröffentliche. Weil sie an mich glaubt. Und so ein Mensch möchte ich auch sein. Ich habe schon sehr oft erlebt, das Menschen die Träume anderer nicht ernst nehmen. Ihnen Zweifel einreden oder sie indirekt verspotten. Oftmals haben diese Menschen keine Träume mehr, oder trauen sich nicht diese laut auszusprechen. Ungefähr einmal die Woche guckt mich jemand mit großen Augen an, wenn ich sage, dass ich mich jedes Jahr fürs Medizinstudium bewerbe- und Landarzt werden will. Das werde ich auch noch so oft machen, bis ich einen Zulassungsbescheid im Briefkasten habe. Egal wie alt ich dann bin- und unabhängig davon wie viele Kinder ich dann haben werde.

Und genau das ist ein Grund, warum ich „Thankful Thursday“ so mag. Weil ich merke wie es meine Perspektive verändert und meinen Blick für die kleinen Dinge im Alltag schult. Weil es meinen Blick weg lenkt, von den negativen Kommentaren. Von den schwierigen Situationen. Es ist nicht alles Gold was glänzt. Aber ich merke, wie ich ganz bewusst nach Dingen suche, für die ich dankbar sein darf. Montag habe ich gelesen : Dies ist deine Erinnerung daran, dass Du darfst. Nicht dass Du musst.“

Und genau so ist es. Ich muss nicht lernen. Ich darf. Ich muss nicht die Wäsche aufhängen, ich darf die Wäsche aufhängen weil mir Menschen anvertraut sind und wir reich genug sind, um mehr als genug Kleidung zu haben (nur ein Beispiel weil Wäscheaufhängen meine absolute Hass-Haushaltsaufgabe ist, in Wirklichkeit macht es Richard ganz oft).  Das könnte man ewig so weiterführen.